Hackerangriffe bei Vorwahl der französischen Linken

27. Jänner 2017, 16:20
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"Auf jeden Fall nicht aus Frankreich gekommen"

Auf die Vorwahl der französischen Linken hat es Hackerangriffe aus dem Ausland gegeben. Das sagte der Leiter der Hohen Behörde der Vorwahl, Thomas Clay, am Freitag dem französischen TV-Sender "i-Tele". In der Vorwahl wählen die Sozialistische Partei und kleinere verbündete Parteien ihren Präsidentschaftskandidaten.

Die Computerangriffe seien von Schutzmauern abgehalten worden, die sehr effizient seien, sagte der Rechtsprofessor. Nähere Angaben zur Herkunft der Attacken machte der Jurist nicht. "Sie sind auf jeden Fall nicht aus Frankreich gekommen." Er kündigte an, sich nach Abschluss der zweiten Wahlrunde zu äußern, die für diesen Sonntag geplant ist. Die erste Runde hatte am vergangenen Sonntag stattgefunden.

Kritik und Irritationen

Nach der Veröffentlichung von Teilergebnissen der ersten Wahlrunde hatte es Kritik und Irritationen gegeben. Auf der Internetseite der Wahlbehörde waren die Stimmanteile der sieben Kandidaten unverändert geblieben, obwohl zwischenzeitlich viele zusätzliche Stimmen ausgezählt worden waren. Clay hatte schon zu Wochenbeginn Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die Wahlbeteiligung künstlich aufgebläht worden sei.

In der ersten Runde hatte sich der Ex-Bildungsminister Benoit Hamon mit rund 36 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Er gilt für den zweiten Wahlgang als Favorit. Zweitplatzierter war Ex-Premier Manuel Valls mit rund 31,5 Prozent. (APA, 27.1. 2017)

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I-Tele

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