Zwei von drei Österreichern fühlen sich sicher

27. Jänner 2017, 13:42
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Aber 30 Prozent schätzen die Lage nicht so sicher ein – Deutliche Mehrheit vermutet Anstieg der Kriminalität

Linz/Wien – Fast zwei Drittel – konkret 65 Prozent – der Österreicher fühlen sich "sehr" oder "einigermaßen sicher" vor Verbrechen und Straftaten. 30 Prozent schätzen die Lage "nicht so" oder "gar nicht sicher" ein. Eine deutliche Mehrheit vermutet, dass die Kriminalität gestiegen ist. Das ist das am Freitag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes Imas.

Bei der Ende des vergangenen Jahres bei 1.030 Personen ab 16 Jahren durchgeführten persönlichen Befragung gaben 51 Prozent an, dass man sich in Österreich vor Verbrechen und Straftaten "einigermaßen sicher" fühlen könne. 14 Prozent sprachen sogar von "sehr sicher". Ihnen stehen jedoch 20 Prozent mit der Einschätzung "nicht besonders sicher" und zehn Prozent mit "gar nicht sicher" gegenüber. Fünf Prozent waren unentschieden oder gaben kein Urteil ab.

Vermehrte Berichterstattung macht unsicher

Die Meinungsforscher fragten zudem nach der empfundenen Entwicklung der Kriminalitätsrate. 65 Prozent entschieden sich für "eher gestiegen". Für 24 Prozent blieb alles gleich. Für sieben Prozent ist die Zahl der Straftaten "eher gesunken". Mit zunehmendem Alter ist der Eindruck einer Zunahme überdurchschnittlich. Auch im ländlichen Raum wird dies häufiger genannt als im städtischen.

Dem widersprechen aber die amtlichen Statistiken, wonach die Kriminalitätsrate zuletzt relativ stabil, in manchen Bereichen sogar rückläufig war – also eine Diskrepanz zwischen gefühlter Stimmung und tatsächlicher Situation. Darauf angesprochen, nannten die Befragten vor allem die allgemeine Verunsicherung durch die Krisen in Europa, insbesondere die Flüchtlingskrise, sowie die Terrorgefahr mit Bildern von Attentaten. Auch die vielen (Handy-)Videos würden die Gewalt unmittelbarer machen, ebenso die vermehrte Berichterstattung in klassischen und neuen Medien, meinten die Interviewten. (APA, red, 27.1.2017)

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