Montenegro will weibliche Beschneidung strafbar machen

27. Jänner 2017, 12:33
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Bis zu acht Jahre Haft vorgesehen

Podgorica – Die montenegrinische Regierung will juristisch gegen weibliche Beschneidung vorgehen. Eine vom Justizministerium vorbereitete Gesetzesnovelle sieht eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren vor, wie das Internetportal BalkanInsight am Freitag berichtete. Auch Zwangssterilisierung soll demnach zum Strafbestand erklärt werden; bei Verstoß drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Mit der Gesetzesnovelle will der Adria-Staat die Umsetzung der Istanbul-Konvention sichern, die Podgorica im vergangenen Jahr ratifiziert hatte. Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen stammt aus dem Jahre 2011. (APA, 27.1.2017)

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