Bei Amtshandlung auf Gleise gestürzt: Vollbremsung einer Lok rettete Randalierer

27. Jänner 2017, 11:04
26 Postings

Betrunkener 38-Jähriger aus Wien und Freund hatten Fahrgäste belästigt

Leoben – Im obersteirischen Leoben ist ein Mann – der kurz zuvor mit einem Freund in einem ÖBB-Zug randaliert hatte – am Donnerstagabend von einem Bahnsteig gestürzt. Eine einfahrende Lok kam knapp vor dem betrunkenen Wiener zum Stehen. Der 38-Jährige, der sich laut Landespolizeidirektion Steiermark beim Sturz verletzt hatte, wurde ins LKH Leoben gebracht – mit einer Anzeige muss er dennoch rechnen.

Der Mann und sein 53-jähriger Freund – ebenfalls aus Wien – hatten am Abend in einem Railjet der ÖBB aus der Steiermark in Richtung Wien randaliert und andere Fahrgäste belästigt. Der Zugbegleiter alarmierte deshalb gegen 19.15 Uhr die Polizei in Leoben. Die Beamten einer Streife warteten schon am Hauptbahnhof, als der Railjet einfuhr. Die beiden Betrunkenen zeigten sich nicht kooperativ und wollten nicht aussteigen. Erst der Anblick der angeforderten Verstärkung brachte sie offenbar zur Räson, sie verließen den Waggon.

Am Bahnsteig wurden die Personalien aufgenommen, nach Ende der Amtshandlung wollten die Polizisten auf ihre Inspektion zurück. Plötzlich fiel der 38-Jährige aus ungeklärter Ursache vom Bahnsteig auf die Gleisanlage und blieb liegen. Gleichzeitig näherten sich auf diesem Gleis zwei zusammengekoppelte Lokomotiven. Der Zugführer leitete sofort eine Notbremsung ein, die Loks kamen rund fünf Meter vor dem bewegungslosen Wiener zum Stillstand.

Mit der Hilfe seines Freundes gelangte er wieder zurück auf den Bahnsteig. Der 38-Jährige wurde mit Gesichtsverletzungen vom Roten Kreuz in das Spital eingeliefert. (APA, 27.1.2017)

Share if you care.