Konsumenten zahlten zu viel für Duschen und Wasserhähne

26. Jänner 2017, 12:33
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Villeroy & Boch, Hansgrohe und andere haben jahrelang verbotene Preisabsprachen mit der Konkurrenz getroffen. Der EuGH bestätigte die Millionenstrafen

Luxemburg/Mettlach – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg wies am Donnerstag in letzter Instanz die Klagen mehrerer an einem Badezimmer-Kartell beteiligten Unternehmen in weiten Teilen zurück.

Demnach haben auch die deutschen Firmen Villeroy & Boch, Dornbracht, Duravit, Hansgrohe und Hansa jahrelang verbotene Preisabsprachen mit der Konkurrenz getroffen. Konsumenten in Europa haben damit jahrelang zu viel für Duschen, Wasserhähne und andere Sanitärprodukte bezahlt. Die höchste Strafe unter den deutschen Firmen muss nun Villeroy & Boch mit 71,5 Mio. Euro zahlen.

Die EU-Kommission hatte das Kartell im Sommer 2010 auffliegen lassen und eine Geldstrafe von insgesamt 622 Mio. Euro gegen 17 Firmen verhängt. Sie hatten demnach ihre Verkaufspreise während verschiedener Zeiträume in den Jahren 1992 bis 2004 abgesprochen und künstlich hochgehalten.

Dem deutschen Unternehmen Grohe wurde – wie auch der US-Firma Ideal Standard – die Strafe um ein Drittel erlassen, weil beide mit der Kommission kooperierten. Grohe musste letztlich knapp 55 Mio. Euro zahlen, Ideal Standard mit 326 Mio. Euro die höchste Strafe.

Mehrere Unternehmen hatten beim EU-Gericht Klage gegen den Beschluss der Kommission eingelegt. Diese bestätigte jedoch bereits 2013 einen Großteil der Strafen. Daraufhin wandten sich die Kartellbeteiligten an den Europäischen Gerichtshof. (APA, 26.1.2017)

  • Die Unternehmen hatten ihre Verkaufspreise für Sanitärprodukte während in den Jahren 1992 bis 2004 abgesprochen.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die Unternehmen hatten ihre Verkaufspreise für Sanitärprodukte während in den Jahren 1992 bis 2004 abgesprochen.

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