Kriselnder Netzwerkausrüster Ericsson kämpft weiter mit Einbußen

    26. Jänner 2017, 10:30
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    Verkaufserlöse sanken im Schlussquartal um 11 Prozent auf 65,2 Mrd. schwedische Kronen

    Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson kämpft weiter mit hartem Gegenwind. Auch im Schlussquartal musste das Unternehmen mit minus 11 Prozent auf 65,2 Mrd. schwedische Kronen (6,88 Mrd. Euro) einen herben Umsatzeinbruch einstecken, wie es am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Analysten hatten allerdings einen noch größeren Einbruch erwartet.

    Niedrigere Patenterlöse

    Auslöser für den Rückgang waren dem Unternehmen zufolge unter anderem niedrigere Patenterlöse wegen einer neuen Lizenzvereinbarung mit dem US-Elektronikriesen Apple. Ende vergangenen Jahres hatten sich die Unternehmen nach einem Streit in einem Vergleich auf neue Vertragsbedingungen geeinigt.

    Im Gesamtjahr sackte der Erlös des Konzerns um 10 Prozent ab, vor allem weil Mobilfunkkonzerne derzeit wenig in neue Netze investieren. Ericsson muss sich aber auch mit starken Wettbewerbern wie Huawei und Nortel herumschlagen.

    Gewinn zurückgegangen

    Wegen der hohen Kosten für den Umbau, der dem Unternehmen auf längere Sicht Einsparungen bringen soll, ging der Gewinn von 13,7 Mrd. Kronen auf 1,9 Mrd. Kronen zurück – im Schlussquartal stand sogar ein Verlust zu Buche. Die Dividende soll drastisch auf 1 Krone je Aktie gekürzt werden. Vor einem Jahr hatte es mit 3,70 Kronen noch fast viermal soviel Ausschüttung gegeben.

    Der seit vergangener Woche amtierende neue Ericsson-Chef Börje Ekholm warnte, die aktuell schwierige Lage für die Ausrüstung von Mobilfunknetzen werde sich zunächst wohl auch 2017 fortsetzen. Das Sparprogramm werde in diesem Jahr vermutlich weitere 3 Mrd. Kronen kosten.

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