Fake News & Co: Google warf fast 200 Publisher aus Werbe-Vermarktung

26. Jänner 2017, 06:00
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"Bad Ads"-Bericht des Onlinewerberiesen: 1,7 Milliarden Banner gelöscht – Doppelt so viel Werbung wie 2015

Mountain View/Wien – Die Information zu Fake News und anderen irreführenden – quasi redaktionellen – Inhalten steht weit unten im alljährlichen Google-Report, der sich eigentlich den Bad Ads widmet, die der globale Onlinewerberiese im Vorjahr gelöscht hat. 200 Seitenbetreiber sperrte Google demnach dauerhaft von seiner Werbevermarktung.

Erst im November 2016, nach der US-Präsidentenwahl, hat Google seine Nutzungsbedingungen in Sachen Fake News verschärft: Sie richten sich einerseits gegen Webseiten, die etwa vortäuschen, sie wären Info-Portale, und Seiten mit irreführenden Inhalten.

Fake News, Fake Publishers: 340 in zwei Monaten

Im November und Dezember 2016 hat Google nach eigenen Angaben 550 Seiten geprüft, die im Verdacht standen, falsche Inhalte zu veröffentlichen und/oder so zu tun, als wären sie Medienseiten.

Gegen 340 dieser 550 Portale wurde Google nach eigenen Angaben wegen Fake News oder anderer Verstöße gegen die (neue) Policy aktiv. "Fast 200" der Betreiber wurden laut Google von dessen Werbevermarktung "dauerhaft ausgeschlossen" – eine eher höfliche Übersetzung von "kicked out".

Abgedreht: 1,7 Milliarden Werbe-Aktivitäten

Kicked out hat Google 2016 nach eigenen Angaben auch 1,7 Milliarden Werbemittel, mehr als doppelt soviele wie 2015. Google führt diese doch recht dramatische Steigerung zurück auf erweiterte Geschäftsbedingungen gegen irreführende und täuschende Werbung.

Verschärft wurden demnach auch die technischen Vorkehrungen gegen "trick to click"-Fenster, die Google als "Ads" klassifiziert: Sie sehen aus wie Warnungen des Betriebssystems, die zum Klicken auffordern und dann Schadsoftware installieren. Der Google-Report kündet von 112 Millionen solcher – entdeckter – "Ads", sechsmal soviele wie 2015. (red, 26.1.2017)

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