Google: Chrome OS statt Android für Tablets

26. Jänner 2017, 07:55
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Unternehmen deutet Richtungswechsel an – Zahlreiche neue Chromebooks von verschiedenen Herstellern vorgestellt

Googles Chrome OS mag in der breiten Masse noch nicht die ganz große Rolle spielen, in einer Sparte hat es sich aber mittlerweile zum dominanten Player entwickelt: Der US-Bildungsmarkt wird mittlerweile von Chromebooks dominiert. Kein Wunder also, dass Google weiter einen starken Fokus auf diese Nische setzt.

Neue Hardware

Im Rahmen eines Blog-Postings kündigt Google eine ganze Reihe neuer Chromebooks unterschiedlicher Hersteller an. Deren Eckdaten zeigen dabei auch schon, in welche Richtung die Entwicklung derzeit geht: So weisen etwa das Chromebook Spin 11 von Acer und das ASUS Chromebook C213 sowohl Stylus als auch Touchscreen auf. Auch Dell hat mit dem Chromebook 11 Convertible ein entsprechende Gerät im Angebot.

foto: google
Das Acer Chromebook Spin 11 richtet sich vor allem an Bildungseinrichtungen.

Ähnlich wie das vor wenigen Wochen angekündigte Chromebook Plus von Samsung sollen die neuen Geräte also sowohl als Laptop als auch als Tablet genutzt werden können. Wie viele davon schlussendlich auch in Europa erhältlich sein werden, muss sich allerdings erst zeigen.

Chrome OS statt Android

Interessant ist aber auch eine Randbemerkung in dem Blogeintrag. Kündigt Google darin doch an, dass es künftig auch Tablets mit Chrome OS geben wird, womit dieses das bisher von Google für solche Devices favorisierte Android ablösen – oder zumindest ergänzen – würde.

Dies wäre insofern nicht komplett überraschend, da die Verbesserung des Touch-Supports in den letzten Monaten einen Entwicklungsschwerpunkt bei Chrome OS dargestellt hat. Auch ist bekannt, dass Googles aktuellstes Tablet, das Pixel C, ursprünglich eigentlich für die Nutzung mit Chrome OS gedacht war, dann aber doch als Android-Tablet auf den Markt gekommen ist.

foto: google
Das Chromebook 11 Convertible von Dell.

Den Android-Support würden Google-Tablet-Käufer damit aber nicht verlieren, unterstützen doch alle neuen Chrome-OS-Geräte auch Android-Apps. Mit einer solchen Kombination hofft Google wohl nicht zuletzt, Geräten wie Microsofts Surface besser Paroli bieten zu können.

Softwarepartnerschaften

Damit dies auch gelingt, gilt es aber natürlich auch das App-Ökosystem zu verbessern. Einen ersten Schritt bildet dabei eine Partnerschaft mit Adobe, das verspricht, all seine Creative Cloud Apps für Android spezifisch für Chromebooks zu optimieren. (Andreas Proschofsky, 26.1.2017)

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