Norwegens Fonds nimmt Waffenbauer Raytheon von schwarzer Liste

25. Jänner 2017, 16:06
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Der Fonds hatte Anteile an Raytheon wegen der Produktion von Cluster-Munition im Jahr 2005 abgestoßen

Oslo – Der norwegische Pensionsfonds, größter Staatsfonds der Welt, streicht den US-Waffenhersteller Raytheon von der schwarzen Liste. Raytheon habe mitgeteilt, keine Aktivitäten mehr zu betreiben, die mit der Produktion von Cluster-Munition zusammenhängen, teilte die norwegische Zentralbank, die den Fonds verwaltet, am Mittwoch mit.

Der Fonds hatte Anteile an Raytheon wegen der Produktion solcher Waffen im Jahr 2005 abgestoßen. Der norwegische Staatsfonds speist sich aus den Einnahmen der Ölförderung. Er hat in rund 9.000 Unternehmen weltweit Geld investiert und gilt als sehr einflussreich, weil andere Investoren seinen Entscheidungen folgen.

Die ethischen Leitlinien des Fonds verbieten Investitionen in Unternehmen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, Kinderarbeit ausnutzen, "besonders inhumane" Waffen fertigen oder Tabakprodukte herstellen. Auf der schwarzen Liste stehen mehr als 130 Unternehmen, darunter die Flugzeugbauer Airbus und Boeing sowie die Tabakkonzerne Philip Morris und British American Tobacco. (APA, 25.1.2017)

  • Ein "Heißluftballon" aus der Produktion von Raytheon.
    foto: reuters/handout

    Ein "Heißluftballon" aus der Produktion von Raytheon.

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