"Resident Evil – The Final Chapter": Alice macht Schluss

25. Jänner 2017, 15:04
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Die erfolgreiche Videospiel-Verfilmung kommt mit dem sechsten und letzten Kapitel ins Finale

"Wir beide haben ein langes Spiel hinter uns. Das ist nun vorbei." Wenn ein Filmbösewicht so etwas behauptet, dann hat man erfahrungsgemäß noch ein paar Minuten bis zum tatsächlichen Ende.

In Resident Evil: The Final Chapter sollte man zu diesem Zeitpunkt allerdings davon ausgehen, dass die Franchise-Serie mit einem bisherigen Einspielvolumen von knapp einer Milliarde Dollar – mithin die erfolgreichste Verfilmung eines Videospiels – mit ihrem sechsten und letzten Kapitel nun wirklich ins Finale gekommen ist.

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Wer Vorkenntnisse vorweisen kann, hat somit zwar einen kleinen Startvorteil, aber spätestens nach der geschmeidigen Ouvertüre mit rückblickender Zusammenfassung hat auch der Quereinsteiger in Sachen Skills und Knowhow aufgeschlossen. Ansonsten kommt Regisseur Paul W. S. Anderson, der sein Langzeitprojekt auch als Produzent vor mittlerweile vierzehn Jahren startete, rasch zur Sache: Manches Opfer des die Menschheit radikal dezimierenden T-Virus wird – weil zu einer hässlichen Kreatur verwandelt – zu einem solchen von Alice, jener schlagtechnisch versierten Kämpferin, der das Fotomodell Milla Jovovich nach wie vor sein Gesicht mit exakt zwei Ausdrücken geliehen hat. Denn Alice ist entweder entsetzt oder – öfter – verärgert. Der Hauptquest: Finde das Gegenmittel und rette die Welt oder zumindest das, was von ihr übriggeblieben ist.

Die Versatzstücke aus postapokalyptischen Roadmovies, Zombie- und Horrorfilmen ergeben ein veritables Baukastensystem: Jede Hürde, also Minimission, fordert ihr eigenes Opfer – Alice' kleine Rettungstruppe erfüllt hier ihren eigentlichen Zweck – und von der Retterin selbst Sprungfertigkeit und Schusstechnik gleichzeitig. Die Welt hat noch einmal Glück gehabt. (pek, 25.1.2017)

  • Das Gesicht zur Serie: Milla Jovovich bleibt schon wieder nur sehr wenig Zeit zum Verschnaufen.
    foto: constantin film

    Das Gesicht zur Serie: Milla Jovovich bleibt schon wieder nur sehr wenig Zeit zum Verschnaufen.


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