Zu viele Touristen: Myanmar sorgt sich um Pagoden von Bagan

    26. Jänner 2017, 13:42
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    Weil Sakralbauten von zu vielen Touristen bestiegen werden

    Yangon (Rangun) – Aus Sorge um die Tempel und Pagoden in Myanmars ehemaliger Königsstadt Bagan wird das Klettern auf die jahrhundertealten Bauten möglicherweise verboten. Die eigentliche Regierungschefin des Landes, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, sagte laut der Zeitung "Myanmar Times" (Mittwoch), der Aufenthalt von Touristen auf den Sakralbauten habe langfristig zu viele "negative Auswirkungen".

    "Deshalb müssen wir einen Ersatz finden", sagte Suu Kyi – offizielle heutige Titel "Staatsberaterin" und Außenministerin – bei einem Aufenthalt in Bagan, das mittlerweile zum Standardprogramm von westlichen Urlaubergruppen gehört. "Ich habe viel Erfahrung mit dem Betrachten von Sonnenaufgängen und -untergängen", sagte die 71-Jährige. "Aber nirgendwo ist das schöner als in Bagan."

    Jeden Tag besteigen Hunderte Touristen die mehr als 2.000 Tempel und Pagoden, um von dort oben die Sonne zu genießen. Im vergangenen Jahr gab es bereits den Versuch, dieses Klettern zu verbieten. Nach Protesten aus der Tourismusindustrie wurden die Pläne aber zurückgenommen. Mittlerweile gibt es den Vorschlag, eine Aussichtsplattform zu bauen. Myanmar bemüht sich darum, Bagan zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. (APA, dpa, 25.1.2017)

    • Zahlreiche Menschen warten auf der Shwesandaw Pagode auf den Sonnenaufgang.
      foto: reuters/soe zeya tun

      Zahlreiche Menschen warten auf der Shwesandaw Pagode auf den Sonnenaufgang.

    • Die Besuchermassen setzen den Bauwerken massiv zu.
      foto: ap/khin maung win

      Die Besuchermassen setzen den Bauwerken massiv zu.

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