Niederlande steuern gegen Trump: Fonds für sichere Abtreibungen

25. Jänner 2017, 11:19
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Ministerin Lilianne Ploumen: Frauen dürfen keine Opfer dieser Politik werden

Den Haag – Die Niederlande wollen einen internationalen Fonds für sichere Schwangerschaftsabbrüche in Entwicklungsländern einrichten. Damit steuert das Land gegen einen Beschluss von US-Präsident Donald Trump, der die Zahlung von Entwicklungshilfe an ausländische Organisationen gestoppt hatte, die sich für Familienplanung und Abtreibungen in armen Ländern einsetzen.

Frauen dürften keine Opfer dieser Politik werden, erklärte Entwicklungshilfe-Ministerin Lilianne Ploumen am Dienstagabend in Den Haag. Der neue Fonds soll die Arbeit der Organisationen sichern. Frauen in Entwicklungsländern müssten Zugang zu sexueller Aufklärung, Verhütungsmitteln und wenn nötig auch sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben, erklärte die Ministerin. "Ein Verbot von Abtreibung führt nicht zu weniger Abtreibungen, sondern zu mehr unverantwortlichen Praktiken in Hinterzimmern und zu mehr Müttersterblichkeit." An dem Fonds sollen sich Staaten, Unternehmen und Organisationen beteiligen. (APA/dpa, 25.1.2017)

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