Hasspostings: Oberhauser begrüßt Meldestelle für Betroffene

25. Jänner 2017, 12:13
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Frauen sind häufig von Hatespeech im Netz betroffen. Frauenministerin begrüßt die Inititiative von Staatssekretärin Duzdar zur Einrichtung einer zentralen Meldestelle

Wien – Hasskommentare im Netz und Cybermobbing nehmen zu. Die dabei zu Tage tretende Aggression zeugt oft von tiefer Frauenverachtung. "Es ist wichtig, zu verstehen, dass auch Gewalt gegen Frauen im Internet genau das ist: Gewalt gegen Frauen", sagt Frauenministerin Sabine Oberhauser (SPÖ). Hatespeech im Internet würde aber viel seltener dokumentiert und angezeigt werden. Betroffene würden oft nicht wissen, wohin sie sich wenden könnten. Oberhauser begrüßt die Initiative von Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) zur Einrichtung einer öffentlichen Melde- und Beratungsstelle gegen Hasspostings: "Die Meldestelle ist daher ein wichtiger Beitrag für mehr Zivilcourage im Netz und für eine bessere Unterstützung von Gewaltbetroffenen."

Handwerkzeug für Betroffene

Staatssekretärin Duzdar hat angekündigt, dass eine zentrale Meldestelle noch im ersten Halbjahr ihre Arbeit aufnehmen wird. Das Team der Meldestelle wird vorerst mit fünf MitarbeiterInnen starten und Beratungsgespräche per Telefon, Chat oder auch persönlich durchführen. Strafrelevante Postings sollen von der Meldestelle an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden. Frauenministerin Oberhauser: "Es geht darum, Betroffenen ein Handwerkzeug zu geben. Frauen sollen gestärkt werden, sich gegen Hassrede zu wehren. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Cyber-Gewalt und frauenverachtende Kommentare zu bekämpfen." (red, 25.1.2017)

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