Xbox Scorpio: 4,5-mal stärker als Xbox One und voll abwärtskompatibel

    25. Jänner 2017, 10:55
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    Entwicklerdokument verrät weitere Details zur Hardware – Konsole bereits im Test

    Microsofts nächste Spielkonsole mit dem Codenamen Project Scorpio wird 4,5-mal mehr Rechenleistung bieten als die Xbox One, dabei aber vollständig abwärtskompatibel bleiben. Der Hersteller setzt dabei auf einen neuen Grafikprozessor von AMD und eine abgeänderte Speicherarchitektur, berichtet die Branchenseite Digital Foundry, die Informationen von einem Entwicklerdokument erfahren haben will.

    Aus dem Schreiben gehe auch hervor, dass Microsoft entgegen den Andeutungen im Rahmen der Erstvorstellung vergangenen Juni Spielhersteller nicht dazu verpflichten wird, den Auflösungstandard 4K bzw. Ultra-HD zu unterstützen. Entwickler könnten die zusätzlichen Grafikressourcen auch für andere technische Verbesserungen einsetzen, nur müssten die Spiele sowohl auf der Scorpio als auch auf der Xbox One laufen.

    Weniger exotisch

    Microsoft verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie Sony mit der Ende 2016 erschienenen PlayStation 4 Pro. Die Scorpio werde jedoch nochmals 50 Prozent mehr Grafikleistung (6 TFLOPS vs 4,2 TFLOPS) und 12 GB Speicher im Vergleich zu 8 GB bieten.

    Dabei sieht Microsoft vom exotischen Speicherdesign der Xbox One ab, die auf eine Mischung aus vergleichsweise langsamen 8 GB DDR3-Speicher und einen 32 MB kleinen, aber flotten ESRAM-Speicher setzte. Die Scorpio wird auf insgesamt 12 GB GDDR5-Speicher bauen und zusätzlich einen viermal größeren L2-Cache haben.

    Polaris

    Digital Foundry zufolge würden sich die neue Xbox und die PS4 damit immer stärker ähneln, wobei Microsoft für die Scorpio auf ein neueres und leistungsfähigeres Modell AMDs Grafikchipserie Polaris zurückgreifen dürfte – was aber noch nicht bestätigt wurde.

    Um die 4K-Auflösung von modernen UHD-Fernsehern zu unterstützen, könnten Hersteller dem Dokument nach alternativ zur rechenaufwendigen nativen 4K-Darstellung bei der Scorpio wie bei der PS4 Pro fortschrittliche Skalierungsverfahren einsetzen. So könnten Entwickler die zusätzliche Leistung gegenüber der Xbox One auch für schönere grafische Effekte nutzen.

    Bereits im Test

    Microsoft selbst hält sich zur Scorpio noch weitgehend bedeckt. Allerdings erklärte Xbox-Chef Phil Spencer erst kürzlich über Twitter, dass er bereits die ersten Spiele auf der neuen Konsole ausprobieren konnte und sehr zufrieden mit der Arbeit seines Teams sei. Zuvor bereits kündigte der Konzern an, die Scorpio Ende 2017 auf den Markt bringen zu wollen. (zw, 25.1.2017)

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      foto: microsoft
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