Fast zwei Drittel der US-Bürger schon Opfer von Datenbetrug geworden

25. Jänner 2017, 09:42
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Vertrauen in Kreditkartenanbieter und Telekommunikationsgesellschaften sinkt

Fast zwei Drittel der US-Bürger sind einer Umfrage zufolge bereits Opfer von Datenbetrug geworden. 41 Prozent der Befragten berichteten über ungenehmigte Kreditkarten-Abbuchungen, während 35 Prozent angaben, dass ohne ihre Zustimmung auf persönliche Daten wie ihre Kontonummer zugegriffen worden sei, wie das Pew-Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte.

Misstrauen

Hackerangriffe richteten sich außerdem gegen E-Mail-Konten oder Profile in Sozialen Medien. Insgesamt berichteten 64 Prozent der Umfrageteilnehmer von betrügerischen Aktivitäten im Zusammenhang mit ihren persönlichen Daten. Die Zunahme von Cyberattacken und Datenpannen führt laut der Umfrage dazu, dass die US-Bürger öffentlichen und privaten Institutionen immer weniger vertrauen, was den Schutz ihre privaten Daten angeht.

Ihr Misstrauen richtet sich demnach unter anderem gegen Telekommunikationsfirmen und Kreditkartenunternehmen. Besonders schlecht schnitten auch die Behörden und die Betreiber von sozialen Netzwerken ab. Lediglich zwölf Prozent der Befragten gaben an, dass sie großes Vertrauen in die Regierungsstellen hätten. Bei den sozialen Netzwerken waren es sogar nur neun Prozent.

Eigene Fehler

Der Umfrage zufolge missachtet die Mehrheit der Nutzer aber auch selbst die Grundregeln für mehr Datensicherheit. So benutzten viele die gleichen Passwörter für mehrere Online-Anwendungen oder gaben diese an Dritte weiter. Mehr als ein Viertel der Befragten verzichtet demnach außerdem darauf, ihr Smartphone mit einer Bildschirmsperre zu sichern. Für die Studie wurden im vergangenen Frühjahr 1.040 Erwachsene befragt. (APA, 25.1.2017)

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