Tschechische Forscher nehmen 1.000-Watt-Laser in Betrieb

25. Jänner 2017, 09:00
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Anlage nahe Prag wurde nach einer Märchengestalt benannt

foto: apa/afp/jan marchal

Prag – In Tschechien ist mit "Bivoj" ein Laser der neuesten Generation in Betrieb gegangen, der nach Angaben seiner Entwickler zehn Mal so stark sein soll wie jeder andere seiner Art. Sogenannte Nanosekundenlaser ermöglichen zum Beispiel Gravuren in Metalloberflächen. Benannt ist der Laser nach der tschechischen Märchenfigur Bivoj, einem Mann mit Bärenkräften.

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Im HiLASE-Forschungszentrum in Dolni Brezany bei Prag sei in Kooperation mit dem britischen Central Laser Facility (CLF) bereits das erste Experiment durchgeführt worden, teilte Projektmanager Tomas Mocek mit. Ab der zweiten Jahreshälfte soll der Laser auch für kommerzielle Anwendungen genutzt werden.

foto: apa/afp/jan marchal

Ein britisch-tschechisches Forscherteam hatte den Laser mit einer Leistung von 1.000 Watt über einen Zeitraum von drei Jahren entwickelt. 1.000 klingt im Vergleich zu Anlagen wie dem Texas Petawatt Laser in Austin und dem Laser for Fast Ignition Experiments (LFEX) in Osaka nach nicht viel. Die Betreiber von "Bivoj" weisen jedoch darauf hin, dass diese Anlagen nur kurzfristige Spitzenleistungen erbringen können, nicht öfter als einige Male pro Tag. "Bivoj" hingegen weise die höchste Durchschnittsleistung der Welt auf. (APA, red, 25. 1. 2017)


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