Männermode aus Paris: Bernie Sanders, Punk und Uniformen

Ansichtssache25. Jänner 2017, 13:34
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Mit der Machtübernahme Trumps erfährt die Protestkultur weltweit einen Aufschwung. Auch die Pariser Männermode ließ sich davon anstecken. Viele Designer druckten auf Sweater, Mäntel und Schals ihre Meinung – eine Ansichtssache

foto: apa/afp/patrick kovarik

Pierpaolo Piccioli applizierte für seine Valentino-Kollektion Slogans auf Sweater, Mäntel und Baseball-Kappen. Und engagierte dafür keinen Geringeren als den Grafikdesigner Jamie Reid. Der hatte schon mit den Sex Pistols Punksprüche auf T-Shirts verbreitet. Die Statements für die Valentino-Männer von heute: "Beauty is a birthright, reclaim your heritage." Oder: "It seemed to be the end, until the next beginning."

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Demna Gvasalia outete sich mit seiner Kollektion für Balenciaga als Anhänger Bernie Sanders'. Der Balenciaga-Schriftzug auf Schals und Shirts erinnerte an das rot-weiße "Bernie"-Logo des Politikers.

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Dries Van Noten kehrte zur U-Bahn-Station Porte de Versailles und damit zu seinen Anfängen zurück. Dort hatte er bereits 1993 eine Show gezeigt. Das Motto diesmal: Zweireiher mit hängenden Schultern und breitem Revers.

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"Save the manufacturing workers!" Yohji Yamamoto ließ die Betrachter mit seinen Prints auf Mänteln und Oberteilen nicht im Ungefähren. Auf dem Laufsteg marschierten seine Visionen an Uniformen für die Arbeiterklasse auf. Darin kann sich dann demnächst der Galerist kleiden.

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Bunte Perücken für alle! Rei Kawakubo von Comme des Garçons nannte ihre Kollektion "Boyhood" und applizierte verspielte Kunststoff-Dinosaurier auf Schuhe und an Sakkos.

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Während Donald Trump in den USA angelobt wurde, bekannte Riccardo Tisci, der mit seinen Gothic-Looks bekannt geworden ist, in Paris für Givenchy Farbe: Er zeigte knallrot gestreifte Oberteile, orangefarbene Looks und karierte Hemden mit Rüschen. Kann man irgendwie als optimistische Message lesen.

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foto: apa/afp/francois guillot

Balmain-Designer Olivier Rousteing wäre nicht Olivier Rousteing, wenn er während der Männerschauen nicht auch sein Alter Ego über den Laufsteg schicken würde. Und ein ordentliches Spektakel veranstaltete. Zu Freddie Mercurys "The Show Must Go on" liefen Männer mit goldenen Adler- und Schlangenstickereien auf, unter seine 83 Looks mixte Rousteing wie gewohnt Frauen-Entwürfe.

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Viel wurde über das Aufweichen von Geschlechtergrenzen auf den Laufstegen geschrieben. Paul Smith ließ Männer und Frauen sogar paarweise auflaufen.

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Die Gerüchte rumorten schon länger: Designer Kim Jones hat für Louis Vuitton eine Kooperation mit dem New Yorker Skate- und Streetwear-Label Supreme eingefädelt. In einem Interview mit dem Branchenblatt "WWD" bezeichnete er Supreme als "globales Phänomen". Für Louis Vuitton wurden rote Lederaccessoires produziert.

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Designer Kris Van Assche beschäftigte sich für Dior diesmal ebenfalls mit der Konfektion für die Generation Streetwear. Darunter: ein orangefarbener Trench – David Bowie hätte an dem Auftritt Gefallen gefunden ...

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Thom Browne lieferte dem gemeinen Geschäftsmann diesmal jede Menge Alternativen: Warum nicht auch mal so im grauen Anzug?

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Schlauchmützen, Strickpullover mit Überlänge, Skijacken und -schuhe: Humberto Leon und Carol Lim stellten für Kenzo die Wintersportmode auf den Kopf. Wird auf der Straße aber wohl eine bessere Figur machen als auf der Piste. (feld, 25.01.2017)

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