Türkische Zentralbank hebt erneut Leitzins zur Stützung der Lira

24. Jänner 2017, 14:13
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Währung verliert dennoch weiter

Ankara – Die türkische Zentralbank ist erneut zur Stützung der Landeswährung Lira eingeschritten – wieder ohne Erfolg. Die Notenbank hob am Dienstag den zentralen Zinssatz, zu dem sie Banken Geld leiht, um 0,75 Prozentpunkte auf 9,25 Prozent an.

Die beiden anderen Zinssätze dagegen ließ sie unverändert – den Satz, den Banken für das kurzfristige Einlagern von Geld bei der Zentralbank zahlen, und den Satz für Acht-Tage-Kredite.

Das reichte nicht: Die türkische Lira fiel gegenüber dem Dollar umgehend um 1,2 Prozent. Sie wurde für 3,79 Lira zum Dollar gehandelt.

Intervention vor zwei Wochen

Die Lira verlor im Jänner sieben Prozent zum Dollar. Auch vor zwei Wochen schon war eine Intervention der Zentralbank wirkungslos geblieben. Damals hatte sie ihre Vorgaben zur Höhe der Währungsreserven gelockert, um 1,5 Milliarden Dollar ins Finanzsystem zu injizieren.

Ökonomen warnen angesichts der anhaltenden Unsicherheit und der politischen Instabilität in der Türkei, dass die Lira ihren Fall noch lange fortsetzen könnte. Auch externe Faktoren wie die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump tragen zur Schwäche der Lira bei. (APA, 24.1.2017)

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