Gesicht eines 4.000 Jahre alten Ägypters rekonstruiert

Video28. Jänner 2017, 16:00
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Roemer- und Pelizaeus-Museum von Hildesheim präsentiert Idu II.

Hildesheim – Museumsbesucher im niedersächsischen Hildesheim können seit dieser Woche in die Welt des alten Ägypters Idu II. eintauchen. Auf Grundlage einer digitalen Gesichtsrekonstruktion des zu Lebzeiten hohen Beamten entstand ein nachgebildeter Kopf aus dem Jahr 2200 vor unserer Zeitrechnung. "Er sieht aus wie jemand von heute", sagte die Direktorin des Roemer- und Pelizaeus-Museums, Regine Schulz.

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Internationale Wissenschafter beschäftigen sich seit den 80er Jahren intensiv mit dem 1914 auf dem Westfriedhof von Gizeh entdeckten einbalsamierten Toten. Idu II. gilt als die am besten erforschte ägyptische Mumie aus dem Alten Reich. Das Roemer- und Pelizaeus-Museum widmet "Herrn Idu", wie ihn die Mitarbeiter respektvoll nennen, jetzt einen eigenen Raum.

"Es ist nicht nur die Mumie mit dem Gruseleffekt, sondern man lernt ihn wirklich kennen", sagte Schulz. Neben dem Skelett und Idus Sarg aus Zedernholz sind die digitale Gesichtsrekonstruktion und der nachgebildete Kopf zu sehen. Auch der Grabschatz des Beamten ist ausgestellt. Zu ihm zählen eine Kopfstütze, mehrere Beamtenstäbe, Muschelschalen sowie Reste von Goldschmuck. (APA, red, 28. 1. 2017)

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