Für 92 Prozent ORF-Gebührenerhöhung nicht gerechtfertigt

24. Jänner 2017, 14:36
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Laut Umfrage von TV-Media: Beste Noten für Servus TV, knapp 50 Prozent nutzen Streamingdienste, mehr Qualität, weniger Sport im ORF-Programm gewünscht

Wien – Die Bedeutung von Streamingdiensten steigt in Österreich, lineares Fernsehen bleibt wichtig, höhere Fernsehgebühren gehen gar nicht: Das erhob das Marktforschungsinstitut Mind Take Research im Auftrag von TV-Media (Sample: 500).

Laut Umfrage schauen Österreicherinnen und Österreicher 270 Minuten oder 4,5 Stunden täglich fern. 47 Prozent geben aber mittlerweile an, dass sie die Dienste von On-Demand-Portalen wie Netflix oder Amazon in Anspruch nehmen oder nehmen wollen. Das sind laut TV-Media sechs Prozent mehr als 2016.

Die höchste Qualität bei den Sendungen liefert laut Umfrage Servus TV mit einer Zustimmung von 24 Prozent. Dem Red-Bull-Sender bescheinigen die Zuschauer auch die höchste Unabhängigkeit.

Dreiviertel der Befragten wollen Werbeverbot im ORF nach 20 Uhr

Nur für 15 Prozent der Befragten liefert ORF 1 das beste Programm, dahinter folgen ORF 3 (14 %), ORF 2 (11 %). ATV (10 %) und Puls 4 (10 %) liegen gleichauf.

Auf einhellige Ablehnung stößt die für Mai geplante Erhöhung der ORF-Gebühren: 92 Prozent lehnen sie laut Umfrage ab. Nur vier Prozent gestehen dem ORF völlige politische Unabhängigkeit zu. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass die SPÖ vom ORF besonders bevorzugt, die FPÖ hingegen besonders benachteiligt wird. Die Wiederwahl von Alexander Wrabetz zum neuen Generaldirektor des ORF begrüßen nur zehn Prozent. 75 Prozent sind für ein Werbeverbot für den ORF nach 20 Uhr wie das in Deutschland für ARD und ZDF gilt. 74 Prozent wünschen sich mehr Qualität am Hauptabend, weniger teure Sportevents und das im ORF-Gesetz verankert.

Mobiles Abrufen von Fernsehsendern ist für die Mehrheit hierzulande weiterhin kein Thema: 53 Prozent geben an, dass sie das auch in Zukunft nicht vorhaben. Nur ein Drittel holt sich TV-Content aufs mobile Gerät. 13 Prozent hat dazu keine Meinung. (red, 24.1.2017)

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