Also sprach Bernard Charles Ecclestone

24. Jänner 2017, 12:40
142 Postings

Mehr als 40 Jahre lang dominierte der Brite die Formel 1, mit seinen eigenartigen Ansichten hielt er in dieser Zeit nie hinter dem Berg

London – Bernie Ecclestone muss gehen. Der 86-Jährige hat die moderne Formel 1 aufgebaut, regiert, über Jahrzehnte geprägt – und die Welt dabei fortlaufend mit seinen manchmal ziemlich fragwürdigen Ansichten beglückt. Zum Abschied des Zampanos noch einmal die skurrilsten Sprüche Bernard Charles Ecclestones en bloc.

Bernie Ecclestone über ...

... Frauen: "Ich habe eine dieser wundervollen Ideen: Frauen sollten immer ganz in Weiß gekleidet sein, wie all die anderen Küchengeräte."

... Saddam Hussein: "Man braucht jemanden, der den Lichtschalter an- und ausknipst. Saddam Hussein war jemand, der den Schalter ausgeknipst hat. Er hat aus dem Irak ein stabileres Land gemacht. Das ist doch bewiesen, oder? Wir haben etwas Schreckliches gemacht, als wir die Idee unterstützten, ihn loszuwerden."

... Adolf Hitler: "Ich vermute, es ist schrecklich, das zu sagen, aber – abgesehen von der Tatsache, dass Hitler mitgerissen und überredet wurde, Dinge zu tun, von denen ich nicht weiß, ob er sie tun wollte oder nicht – konnte er viele Menschen führen und war fähig, Dinge zu erledigen."

... die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Weltverbandschef Max Mosley: "Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia. Ich würde auch als Blumenhändler versuchen, so gut wie möglich abzukassieren. Doch mein Herz hängt am Motorsport."

... Pilotinnen: "Ich glaube nicht, dass eine Frau die körperlichen Voraussetzungen hätte, um ein Formel-1-Auto schnell zu fahren. Und sie würde auch sicher nicht ernst genommen."

... die Olympischen Spiele: "Das einzig Gute an Olympia sind die Eröffnungs- und die Schlussfeier. Das ist eine tolle Show. Ansonsten ist es völliger Quatsch."

... sein Geschäftsprinzip: "Ich denke, mit Demokratie bringt man den Laden nicht zum Laufen."

... den russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Ich bin sein größter Fan."

... die Rolle der Fahrer: "Die Fahrer sind Taugenichtse. Sie können sagen, was sie wollen. Sie können nichts machen."

... die Handgranate, die auf dem Couchtisch in seinem Londoner Büro liegt: "Es war noch nicht der richtige Besucher da, um sie zu zünden."

... die Menschenrechtssituation beim umstrittenen Grand Prix in Bahrain: "Ich denke, jeder, der wirklich über Menschenrechte reden möchte, sollte vielleicht mal nach Syrien gehen."

... seinen Aufstieg: "Ich habe schon früh mit allem gedealt und gehandelt, was mir nur in die Finger kam. Zuerst Kaugummi gegen Radiergummi, dann Farbstifte gegen Schulhefte, später Fahrradpumpen gegen Fußbälle. Ich habe immer alles verkauft oder getauscht."

... Japan: "Ich liebe es, nach Japan zu fliegen! Dort sind alle so groß wie ich."

... den Tod: "Wenn ich mitten in einem Grand Prix sterben würde – kein Problem! Mir wäre aber lieber, wenn es erst nach dem Zieleinlauf passiert."

... das Erscheinungsdatum seiner Biografie: "Am Morgen nach meinem Tod – und die ersten zwölf Exemplare gehen ans Finanzamt."

... Sicherheit: "Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden."

... seine Kritiker: "Jedes Mal, wenn die denken, die hätten mich an den Eiern, stellen sie fest, dass ihre Hände dafür nicht groß genug sind." (sid, 24.1.2017)

  • Artikelbild
    Share if you care.