Premiere am Kronplatz als WM-Test für RTL-Damen

23. Jänner 2017, 22:48
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Südtiroler Ferienregion erstmals im Weltcup vertreten – Worley, Shiffrin, Gut Favorits – Kirchgasser startet bei erhoffter "Wiedergutmachung" – Auch Resch mit Kreuzbandriss

St. Vigil – In der Südtiroler Ferienregion Kronplatz geht am Dienstag (9.30/12.30 Uhr/live ORF eins) erstmals ein Weltcuprennen der Alpinski-Damen in Szene. Der Riesentorlauf ist der siebente und letzte vor der WM und damit auch die Generalprobe für St. Moritz. Topfavoritinnen sind Tessa Worley, Mikalea Shiffrin und Lara Gut. Die ÖSV-Damen versuchen eine Wiedergutmachung, zuletzt in Maribor ging alles schief.

In Slowenien kam Ricarda Haaser als Beste über Platz 23 nicht hinaus. Es war ein historischer Tiefpunkt, der den ÖSV-Damen bis heute nachhängt. "Der Unterschied wird sein, dass Steffi und Anna diesmal durchkommen", ist Disziplinen-Trainer Thomas Trinker aber überzeugt, dass es am Dienstag beim "Prolog" für den Schladminger Nachtslalom der Herren deutlich besser laufen wird.

"Immer gut für ein Podium"

Trinker sprach damit Stephanie Brunner und Anna Veith an. "Wenn Steffi fehlerfrei bleibt und durchkommt, ist sie immer gut für ein Podium", hofft der Coach, dass es die pfeilschnelle Tirolerin endlich auch auf das Treppchen schafft. Als 4. (Sölden), 8. (Sestriere) und 5. (Semmering) hat die 22-Jährige diesen Winter bereits mehrmals gezeigt, was sie drauf hat.

Veith wiederum geht nach ihrem Speed-Comeback in Garmisch in der Disziplin an den Start, in der sie kurz vor Jahreswechsel in den Weltcup zurückgekehrt ist. "Im Riesentorlauf habe ich viel mehr Tore in den Füßen als im Super-G und zudem auch mehr Rennen gehabt", glaubt die Salzburgerin, dass sie für den Kronplatz gerüstet ist. "Es ist aber ein sehr schwieriger Hang, er wird uns alles abverlangen."

Anspruchsvoller Rennhang

Die Salzburgerin sprach damit den anspruchsvollen Rennhang an. Der heißt nicht zufällig "Erta", was auf ladinisch "die Steile" bedeutet. Allerdings haben die ÖSV-Damen vergangene Woche auf diesem Hang trainiert, sollten also gerüstet sein. Für Trinker sind aber gar nicht die Steilhang-Passagen, sondern ist der stark nach rechts hängende Zielhang das große Kriterium.

Auch für Weltmeisterin Veith ist Kronplatz die letzte Möglichkeit, vor der Titelverteidigung in dieser Disziplin auf höchster Ebene zu üben. "Dass wir hier trainiert haben, hilft sicher. Ich weiß, was auf mich zukommt, und kann mich drauf einstellen", sagte Veith. Ihre persönlichen Erwartungen seien nach der langen Rennpause aber schwer einzuschätzen.

Auch Kirchgasser dabei

Im ÖSV-Aufgebot für Kronplatz steht auch Michaela Kirchgasser. Die Salzburgerin will trotz ihrer Knieprobleme und Trainingsrückstand noch einen "Riesen" vor der WM bestreiten. Kirchgasser musste zuletzt den Flachau-Slalom auslassen und kann nur geringe Umfänge trainieren. "Qualität statt Quantität", lautet das aktuelle Motto der 31-Jährigen. "Besser es ist jetzt schon passiert als bei der WM und ich muss dort pausieren."

Bisherige Saison-Dominatorin im Riesentorlauf war Tessa Worley. Von den sechs Rennen hat die Französin drei gewonnen, vier in einer Saison hat zuletzt Veith 2014/15 geschafft. Zwei Siege gingen an Shiffrin, beim Auftakt in Sölden gewann die Schweizerin Gut.

23. italienischer Weltcup-Gastgeber

Kronplatz bzw. St. Vigil, die Heimat der Mölgg-Geschwister, ist nach vielen Europacup- und FIS-Rennen sowie einigen Snowboard-Weltcups nun der 23. italienische Weltcup-Gastgeber. Dienstag geht es wie in Zagreb und Flachau für die Damen auch um Kopfschmuck, nämlich um eine vergoldete Krone für die "Princess of Kronplatz". (APA, 23.1.2017)

ÖSV-Team für Riesentorlauf Kronplatz: Stephanie Brunner, Ricarda Haaser, Elisabeth Kappaurer, Michaela Kirchgasser, Katharina Liensberger, Bernadette Schild, Rosina Schneeberger, Katharina Truppe, Anna Veith

  • Anna Veith: "Ein sehr schwieriger Hang, er wird uns alles abverlangen."
    foto: apa/afp/makovec

    Anna Veith: "Ein sehr schwieriger Hang, er wird uns alles abverlangen."

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