Wie der Jetlag die Leistungsfähigkeit im Sport beeinträchtigt

24. Jänner 2017, 09:30
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Baseball-Teams, die für ihre Auswärtsspiele in östlichere Zeitzonen reisten, verloren eher als Teams, die nach Westen flogen

Evanston/Wien – Die meisten kennen Jetlags aus eigener Erfahrung. Und viele empfinden den Zeitzonensprung in westliche Richtung als weniger unangenehm als den bei weiten Flügen gen Osten. Im Labor hat man diese Einflüsse zwar bereits getestet, doch über die Auswirkungen im "wirklichen Leben" gibt es weniger Belegmaterial

US-Neurobiologen um Alex Song (Northwestern University) wollten das ändern und haben nun anhand von Baseball-Spielen in den beiden nordamerikanischen Profiligen untersucht, ob an diesem Eindruck etwas dran ist, dass Flugreisen in östliche Zeitzonen sich stärker auswirken als in die andere Richtung.

40.000 ausgewertete Partien

Konkret haben die Forscher für ihre Studie im Fachblatt "PNAS" die Ergebnisse von 40.000 Spielen zwischen 1992 und 2011 ausgewertet und dabei untersucht, ob und wie sich der Jetlag des anreisenden Teams auswirkte. Die Ergebnisse legen nahe, dass Zeitverschiebungen in östlicher Reiserichtung schlechter für die Leistung sind als in Richtung Westen. Der Grund: Unsere inneren Uhren sind auf einen längeren Tag als 24 Stunden eingestellt.

Die Alternativhypothese: Die Teams der Ostküste sind einfach besser. (tasch, 24.1.2017)

  • Ausgeschlafene Baseball-Sieger sehen anders aus: Teams, die für ein Spiel weit nach Osten reisen mussten, verloren eher als solche, die mit Zeitverschiebung nach Westen reisten.
    foto: apa/ epa/justin lane

    Ausgeschlafene Baseball-Sieger sehen anders aus: Teams, die für ein Spiel weit nach Osten reisen mussten, verloren eher als solche, die mit Zeitverschiebung nach Westen reisten.

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