Erpressungstrojaner legt 16 Bibliotheken in St. Louis lahm

23. Jänner 2017, 17:33
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Bibliotheksverband weigert sich, Lösegeld zu zahlen – Systeme müssen komplett neu aufgesetzt werden

Kriminelle haben das Computersystem der 16 Bibliotheken in der US-Stadt St. Louis attackiert. Mit einem sogenannten Erpressungstrojaner griffen sie auf die internen Datenbanken zu und blockierten diese für den Zugriff von Mitarbeitern. Sie verlangten 35.000 Dollar Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben. Die Leitung der Bibliotheken weigerte sich, zu bezahlen und will stattdessen die Systeme komplett neu aufsetzen.

FBI ermittelt

Das bedeutet, dass wochenlang keine Bücher ausgeborgt werden können. Außerdem ist das WLAN der Bibliotheken nicht mehr zugänglich. Für viele Schulkinder sei dies ein großes Problem, da dieser Internetzugang oft der einzige sei, der verfügbar ist. Das berichtet die Bibliothekssprecherin Jen Hatton gegenüber CNN. Nun soll das FBI helfen, die Verantwortlichen zu schnappen. Erpressungstrojaner nehmen auch in Österreich zu. Die Bezahlung von Lösegeld gilt als Auslöser eines Teufelskreises, da die Kriminellen so angespornt werden, noch mehr Systeme anzugreifen. (red, 23.1.2017)

  • In St. Louis stehen die Bibliotheken wegen eines Cyberangriffs still (Symbolbild)
    foto: apa/afp/meyer

    In St. Louis stehen die Bibliotheken wegen eines Cyberangriffs still (Symbolbild)

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