Zwölf Leichen in Touristen-Badeort in Mexiko gefunden

23. Jänner 2017, 16:37
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Manzanillo und Umgebung galten bisher als weitgehend sicher

Guadalajara – Der mexikanische Drogenkrieg weitet sich immer mehr auch auf bisher ruhige Gebiete aus. Am Wochenende sind in der vor allem bei US-Touristen beliebten Hafenstadt Manzanillo im Westen des Landes zwölf verstümmelte Leichen gefunden worden, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Der Ort galt bisher als weitgehend sicher.

In einem verlassenen Taxi auf einer Ausfallstraße von Manzanillo wurden am Samstag sieben Leichen entdeckt. Sie seien verstümmelt und enthauptet worden, sagte Polizeichef Carlos Heredia der Nachrichtenagentur AFP. Eines der Opfer war demnach eine Frau.

Einen Tag später wurden in einem Waldstück fünf weitere Leichen entdeckt. Nach Angaben eines Polizeivertreters waren sie halb nackt und wiesen deutliche Folterspuren auf. In beiden Fällen fanden sich an den Tatorten Botschaften des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (Jalisco Neue Generation).

Die Drogenbande war früher einmal mit dem Sinaloa-Kartell verbündet. Seit dessen Chef Joaquin "El Chapo" Guzman vergangene Woche aber an die USA ausgeliefert wurde, rechnen Experten mit einem blutigen Kampf der beiden Gangs um die Vormacht auf dem Drogenmarkt. Zudem scheinen seit einiger Zeit auch die Rivalitäten innerhalb von Jalisco Nueva Generacion zuzunehmen. (APA, 23.1.2017)

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