Gambias Ex-Präsident hat keine Amnestie bekommen

23. Jänner 2017, 16:01
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Menschen strömen zurück in ihre Heimat

Banjul – Gambias entmachteter Präsident Yahya Jammeh hat vor seiner Flucht ins Exil keine Zusicherung einer Amnestie bekommen. Das erklärte am Montag ein Berater von Gambias neuem Präsidenten Adama Barrow. Der senegalesische Außenminister Mankeur Ndiaye bestätigte dies. Damit könnten Jammeh strafrechtliche Konsequenzen drohen.

Der 51-Jährige hatte das kleine westafrikanische Land Gambia 22 Jahre mit harter Hand regiert. Zuletzt soll er noch die Staatskasse geplündert haben. Barrows Büro erklärte, dass Jammeh seit seiner Wahlniederlage im Dezember mindestens zwölf Millionen US-Dollar (11,2 Millionen Euro) von der Zentralbank Gambias erhalten haben soll.

Unterdessen strömten Hunderte Gambier, die aus Angst vor einer Eskalation der Krise geflohen waren, aus dem Senegal zurück in ihre Heimat. Rund 45.000 Gambier waren nach UN-Angaben zeitweise geflohen.

Angesichts einer drohenden militärischen Entmachtung durch eine westafrikanische Eingreiftruppe war Jammeh am Samstag nach Äquatorialguinea geflohen. Dort sollte ihm dem Vernehmen nach ein komfortables Exil ermöglicht werden. Sein Hab und Gut wurde mit einem zweiten Flugzeug transportiert. Westafrikanische Staatschefs hatten ihn am Freitag in Marathonverhandlungen erfolgreich dazu gedrängt, seine Wahlniederlage einzugestehen. (APA, 23.1.2017)

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