Wiener Softwareschmiede greift IBM und HP an

23. Jänner 2017, 15:58
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Die auf automatisierte Softwaretests spezialisierte Tricentis bekommt 165 Millionen Dollar frisches Kapital

Los Altos/Wien – Ein österreichisches Unternehmen schlägt gerade Wellen im Silicon Valley. Die Firma Tricentis aus Wien und einem Standort in Kalifornien hat gerade 165 Millionen Dollar (154 Mio. Euro) aufgestellt und will Großkonzernen wie IBM oder HP Enterprise das Leben schwer machen.

Bereits jetzt ist Tricentis nach Aussagen der Beratungsgruppe Gartner eines der erfolgreichsten Unternehmen bei automatisierten Softwartests.Bei jedem neuen Produkt, bei jeder Innovation müssen im Vorfeld aufwändige Checks durchgeführt werden, um ungewollte Auswirkungen zu verhindern. Tricentis hat sich auf die Automatisierung solcher Vorgänge spezialisiert und mit dem Programm Tosca großen Konkurrenten Sorgen bereitet.

Prominente Kunden

Ob Deutsche Bank, BMW, Starbucks, Orange oder Toyota: Internationale Konzerne setzen laut eigenen Angaben auf österreichisches Knowhow, wenn es um die Prüfung neuer Software geht. Die Gründer Wolfgang Platz und Franz Fuchsberger haben die frischen Mittel für das weitere Wachstum beim weltweit auf Softwareentwicklungen spezialisierten Fonds Insight Venture Partners aufgetrieben. Die Gruppe hat bereits mehr als 250 Start-ups mit 13 Milliarden Dollar finanziert.

Kennet Partners, ein früherer Financier, wurde im Rahmen der Transaktion ausgekauft. Der Gesamtmarkt für Softwaretests beläuft sich laut Aussendung auf 34 Milliarden Dollar, wobei ein großer Teil davon manuell durchgeführt wird. Das Potenzial für Tricentis im Zuge der Automatisierung könnte laut Unternehmen in die Milliarden gehen. Mit vollen Taschen soll jetzt vor allem der Vertrieb in den USA gestärkt werden. (as, 23.1.2017)

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