Australien: Unter Gifttieren sorgen Bienen für die meisten Spitalseinweisungen

30. Jänner 2017, 08:30
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Auch Spinnenbisse sind häufig, sorgen aber kaum für Todesfälle

Melbourne – Wer an giftige Tiere in Australien denkt, dem kommen wohl als erstes Schlangen und Spinnen in den Sinn. Doch einer nun veröffentlichten Studie der Universität Melbourne zufolge sind Bienen und Wespen für die meisten Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit giftigen Tieren verantwortlich.

Aus unterschiedlichen Datenquellen wurden Todesfälle in den Jahren 2000 bis 2013 sowie Krankenhaus-Einweisungen von 2001 bis 2013 betrachtet. Demnach wurden von insgesamt 42.000 erfassten Patienten 33 Prozent wegen Bienen- oder Wespenstichen behandelt. 30 Prozent wurden mit Spinnenbissen eingewiesen und nur 15 Prozent mit Schlangenbissen.

Kein Todesfall durch Spinnen

Der Studie zufolge wurden ebenso viele Todesfälle durch Bienen- und Wespenstiche registriert wie durch Schlangenbisse, nämlich jeweils 27. Auch Ameisen und Quallen verursachten mehrere Todesfälle, wohingegen kein Fall von Spinnenbissen zum Tod führte.

"Australien ist weltweit als Epizentrum aller giftigen Dinge bekannt. Dennoch gab es bisher keine richtigen Daten dazu, wo diese Verletzungen vorkommen, warum es dazu kommt, und was passiert, nachdem ein Mensch gebissen wurde", sagte die Forscherin Ronelle Welton. Laut der Studie wurden zwischen 2000 und 2013 insgesamt 64 Menschen durch giftige Bisse oder Stiche von Tieren getötet. (APA, red, 30.1.2017)

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