Syrien-Gespräche: Delegationen in getrennten Räumen

23. Jänner 2017, 09:36
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Rebellen wollen nicht an einem Tisch mit Regierungsvertretern sitzen

Damaskus – Unmittelbar vor Beginn der Syrien-Friedenskonferenz in Astana haben die Rebellen direkten Gespräche mit der Regierung vorerst eine Absage erteilt. Bei der ersten Verhandlungsrunde in der kasachischen Hauptstadt werde es keine direkten Gespräche geben, sagte der Rebellensprecher Yahya al Aridi am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Zur Begründung sagte er, dass sich die syrische Regierung bisher nicht an die Ende Dezember vereinbarte Waffenruhe halte.

Bei den Verhandlungen, die am Montag (09.00 Uhr MEZ) in einem Luxushotel in Astana beginnen sollten, sollten die Vertreter von Regierung und Opposition eigentlich an einem Tisch sitzen. Nach Angaben von Rebellensprecher al-Aridi sollen die Delegationen nun aber vorerst in getrennten Räumen bleiben.

Gesprächsauftakt

Für die bewaffnete Opposition nehmen Vertreter von mehr als einem dutzend Rebellengruppen an den Verhandlungen teil. Verhandlungsführer der Regierungsgegner ist der Rebellenführer Mohammed Alloush. Die Regierungsdelegation wird vom syrischen UNO-Botschafter Bashar al-Jaafari geleitet.

Die Gespräche in Astana wurden unter der Federführung Russlands, der Türkei und des Iran vorbereitet. Neben der syrischen Regierung und der Opposition nimmt auch der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura an den Gesprächen teil. Formelle Friedensverhandlungen für Syrien unter der Schirmherrschaft der UNO sind für Februar in Genf geplant. (APA, 23.1.2017)

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