Vienna Capitals beenden kurze Niederlagenserie

22. Jänner 2017, 20:55
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4:2-Sieg der Wiener in Innsbruck . Salzburg siegte in Bozen, KAC gewann Schlager gegen Linz. Graz übernahm Führung in Qualirunde, VSV verlor bei Fehervar

Wien – Die Vienna Capitals haben sich in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom 0:5-Heimdebakel gegen den KAC erholt. Die Wiener feierten in Innsbruck einen 4:2-Sieg und verteidigten mit dem ersten Sieg nach zuletzt drei Niederlagen die Tabellenführung in der Pick Round. Red Bull Salzburg (5:2 in Bozen) und der KAC dank eines 4:1 gegen die Black Wings Linz folgen mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand.

In der Qualifikationsrunde scheint es auf einen Dreikampf um die letzten zwei Viertelfinal-Plätze hinauszulaufen. Die Graz 99ers übernahmen dank eines 3:2-Siegs in Dornbirn mit 10 Punkten die Führung vor dem VSV (9), der sich bei Fehervar mit 2:6 geschlagen geben musste. Vizemeister Znojmo (8) ist nach einem 2:1 bei Olimpija Ljubljana auch noch voll im Rennen.

Reaktion

Nach dem Debakel gegen den KAC hatte Trainer Serge Aubin eine Reaktion gefordert – die bekam er auch gleich in den Anfangsminuten. MacGregor Sharp nach 74 Sekunden und Sascha Bauer (3.) brachten die Wiener schnell mit 2:0 in Führung. Nach einem Timeout fanden danach aber auch die Innsbrucker Haie ins Spiel. Die Tiroler machten viel Druck und kamen zweimal bis auf ein Tor heran, konnten die Partie aber nicht drehen.

"Der Doppelschlag gleich zu Beginn war auch gut für unser Selbstvertrauen", erklärte Caps-Coach Aubin. "Die Niederlage gegen den KAC hat natürlich ein paar Spuren hinterlassen. Aber ich wollte eine Reaktion meiner Mannschaft sehen und sie ist gekommen. Innsbruck hat uns immer wieder unter Druck gesetzt. Aber meine Jungs haben gekämpft. Es waren heute viele positive Aspekte dabei", meinte der Kanadier.

Rote Flügel

Der KAC entschied das Duell der beiden Sieger der ersten Runde hochverdient für sich. Die Klagenfurter nahmen die gute Form aus Wien mit und nominierten auch die Partie gegen die Black Wings. Die Linzer hatten es in erster Linie ihrem starken Torhüter Michael Ouzas zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Der KAC kletterte mit den zwei Siegen von Rang sechs auf Platz drei und wurde erstmals in dieser Saison in der Stadthalle mit Standing Ovations verabschiedet

Meister Salzburg, dessen Auftaktpartie verschoben worden war, stieg mit einem Sieg in Bozen in die Zwischenrunde ein. Die Entscheidung in einem über weite Strecken ausgeglichenen Match fiel im Überzahlspiel im Schlussdrittel, als Thomas Raffl (47.) und Andreas Kristler mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend (50.) jeweils im Powerplay die Roten Bullen mit 4:2 in Führung brachten.

Graz zieht an

In der Qualifikationsrunde hat sich bereits nach zwei Runden ein Trio abgesetzt, für die Dornbirn Bulldogs ist das Viertelfinale mit acht Punkten Rückstand schon weit weg. Die Vorarlberger fighteten gegen die Grazer glücklos und mussten sich trotz 35:17-Torschüssen geschlagen geben. Matchwinner für die 99ers war Kyle Beach, der sein Team im Mitteldrittel mit einem Doppelschlag innerhalb von 92 Sekunden (34./35.) auf 3:1 voran brachte.

Der VSV, der verletzungsbedingt auf Torhüter Olivier Roy verzichten musste, geriet in Fehervar bis zur 18. Minute mit 0:3 in Rückstand. Miha Verlic mit zwei Powerplay-Treffern jeweils kurz vor der Pause verkürzte auf 2:3, doch Csanad Erdely machte im Schlussdrittel mit zwei Treffern für Fehervar alles klar. (APA, 22.1.2017)

  • Pick Round (2. Runde):

KAC – Black Wings Linz 4:1 (1:0,2:1,1:0). Klagenfurt, 3.460.
Tore: Lundmark (17.), Ganahl (22.), Kreuzer (36.), Harand (53.) bzw. Piche (30.). Strafminuten: 6 bzw. 6.

HCB Südtirol – Red Bull Salzburg 2:5 (1:1,1:1,0:3). Bozen, 3.326.
Tore: Metropolit (16.), Reid (35.) bzw. Rauchenwald (5.), Kristler (23., 50./PP), Raffl (47./PP), Hughes (59./empty net). Strafminuten: 9 plus Spieldauerdisziplinar Metropolit bzw. 14.

HC Innsbruck – Vienna Capitals 2:4 (1:2,0:1,1:1). Innsbruck, 2.000.
Tore: Bishop (9./PP), Spurgeon (43./Penalty) bzw. Sharp (2., 48./PP), Bauer (3.), Ferland (40.). Strafminuten: 4 bzw. 14.

  • Qualifikationsrunde (2. Runde):

Dornbirner EC – Graz 99ers 2:3 (1:1,0:2,1:0). Dornbirn, 1.820.
Tore: D'Alvise (12.), Livingston (49.) bzw. McLean (7./PP), Beach (34./PP, 35.). Strafminuten: 6 bzw. 8.

Fehervar – VSV 6:2 (3:1,0:1,3:0). Szekesfehervar, 2.817.
Tore: Sofron (15.), Sarauer (17.), Koger (18.), Erdely (42., 51.), Schiestel (56./PP) bzw. Verlic (20./PP, 40./PP). Strafminuten: 8 bzw. 10.

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