Massengrab mit 89 mutmaßlichen IS-Opfern im Irak gefunden

21. Jänner 2017, 17:20
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Möglicherweise Soldaten, die Mitte 2014 von der Terrormiliz gefangen genommen worden waren

Bagdad – Die Leichen von 89 mutmaßlichen IS-Opfern sind in einem Massengrab in der irakischen Stadt Tikrit gefunden worden. Das Grab sei innerhalb eines Komplexes des Präsidentenpalastes gefunden worden, hieß es am Samstag aus irakischen Sicherheitskreisen. Den Angaben zufolge soll es sich um getötete Soldaten handeln, die Mitte 2014 von der Terrormiliz "Islamischer Staat" gefangen genommen worden waren.

Die Jihadisten hatten damals große Gebiete im Norden und Westen des Iraks eingenommen. Im März 2015 eroberte die irakische Armee Tikrit vom IS zurück. Kurz darauf wurden die ersten Massengräber mit hunderten Toten gefunden.

Die sunnitische Terrormiliz hatte damals behauptet, 1.700 schiitische Soldaten getötet zu haben, die sich den Jihadisten ergeben hatten. Im August vergangenen Jahres wurden 36 Personen gehängt, die wegen der Beteiligung an den Massakern verurteilt worden waren. (APA, 21.1.2017)

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