Heimniederlage für Liverpool gegen Swansea

21. Jänner 2017, 16:11
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Team von Jürgen Klopp muss sich dem Schlusslicht mit 2:3 geschlagen geben. Rooney rettet United bei Stoke

Liverpool hat im Kampf um die englische Fußball-Meisterschaft einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Die "Reds" verloren am Samstag gegen das bisherige Tabellenschlusslicht Swansea 2:3 und bezogen damit die erste Heimniederlage in der Premier League seit über einem Jahr. Zuletzt hatten sie an der Anfield Road am 17. Jänner 2016 gegen den Erzrivalen Manchester United verloren.

Der 31-jährige Spanier Fernando Llorente mit einem Doppelpack (48., 52.) und der 27-jährige Isländer Gylfi Sigurdsson (74.) besiegelten Swanseas ersten Sieg in Anfield überhaupt, nachdem Roberto Firmino (55., 69.) im Alleingang den Ausgleich besorgt hatte. Liverpool blieb damit vorerst punktegleich mit Tottenham sieben Zähler hinter Spitzenreiter Chelsea Dritter, lief aber Gefahr, am Sonntag von Arsenal im Heimspiel gegen Burnley auf Platz vier verdrängt zu werden. Swansea verließ indes die Abstiegszone und verbesserte sich auf Rang 17.

Im Liverpool-Kader befand sich auch Joel Matip nach der Freigabe durch den Weltverband FIFA. Der 25-jährige Kameruner wollte für sein Heimatland nicht am laufenden Afrika-Cup teilnehmen. Laut FIFA-Regularien kann einem Spieler untersagt werden, für seinen Verein aufzulaufen, wenn er sich weigert, für sein Nationalteam zu spielen. Da Matip aber schon seit 2015 nicht mehr für Kamerun gespielt hat und auch nicht im finalen Aufgebot für den Afrika-Cup aufgeschienen war, hatte die FIFA die Beschwerde Kameruns abgelehnt.

Rooney und der Rekord

Wayne Rooney, neuer Rekordtorschütze Manchester Uniteds, hat seinem Verein später in der 94. Minute einen Punkt gerettet. In Stoke-on-Trent erzielte der eingewechselte Stürmer aus einem Freistoß seinen 250. Treffer im United-Trikot, der den 1:1-Ausgleich bedeutete. Dabei hatten die Gastgeber nach einem "Assist" von ÖFB-Teamspieler Marko Arnautovic die längste Zeit wie die Sieger ausgesehen.

Stokes Treffer ging zwar auf die Kappe von United-Verteidiger Juan Mata, wurde aber durch eine Vorlage des Wieners eingeleitet. Der hatte in der 19. Minute auf der Seite auf den mitgelaufenen Erik Pieters abgelegt, dessen Stanglpass wiederum von Mata via Fuß von Goalie David de Gea ins Tor sprang. Rooney überholte in der "ewigen" Torschützenliste der Red Devils Sir Bobby Charlton und ist nun alleiniger Führender.

Manchester United ist in der Liga nun seit 13 Spielen ungeschlagen. Das Team des portugiesischen Trainers Jose Mourinho verpasste durch das Remis allerdings die Chance, Stadtrivale Manchester City in der Premier-League-Tabelle zumindest vorläufig zu überholen. United bleibt mit 41 Zählern auf Platz sechs, Stoke ist mit 28 Punkten Neunter. Vier Punkte dahinter liegt Watford auf Rang 14, die Truppe von Sebastian Prödl, der durchspielte, holte bei Bournemouth ein 2:2.

City gibt Spiel aus der Hand

Manchester City hat eine 2:0-Führung gegen Tottenham Hotspur noch vergeben und ist im Heimspiel nur zu einem 2:2-Unentschieden gekommen. Englands Teamspieler Dele Alli (58.) und der Koreaner Heung-Min Son (77.) egalisierten für die Spurs, nachdem ManCity durch Leroy Sane (49.) und Kevin De Brunye (54.) geführt hatte.

Während der zuletzt viel gescholtene City-Goalie Claudio Bravo schuldlos war, patzte Tottenhams Tormann Hugo Lloris bei beiden Gegentoren. Manchesters 19-jähriger Neuzugang Gabriel Jesus versenkte den Ball kurz nach seiner Einwechslung zwar noch im Tor, doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition nicht (84.). ÖFB-Teamverteidiger Kevin Wimmer wurde bei seinem vierten Liga-Saisoneinsatz in der Halbzeit ausgewechselt.

Man City blieb nach dem Remis mit 43 Zählern auf Platz fünf der Premier-League-Tabelle. Das Team von Pep Guardiola hatte am Samstag neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Chelsea, der mit einem Sieg gegen Hull City am Sonntag auf zwölf Punkte erhöhen konnte. Tottenham blieb mit 46 Zählern zunächst Tabellenzweiter. Allerdings konnte Arsenal mit einem Sieg gegen Burnley am Sonntag die Spurs überholen. (APA, 21.1.2017)

  • Klopp kann sich auch ärgern.
    foto: apa/afp/anthony devlin

    Klopp kann sich auch ärgern.

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