Thiem im Achtelfinale: "Fehlerquote reduzieren"

21. Jänner 2017, 13:41
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Bei Viersatzsieg über Paire auch mit Comeback-Qualitäten – Montag gegen den Belgier David Goffin – Fitness trotz Behandlung an Schulter okay

Melbourne – Der Österreicher Dominic Thiem steht erstmals im Achtelfinale der Tennis-Australian-Open. Der 23-Jährige musste am Samstag auch in seinem dritten Match beim ersten Grand Slam des Jahres über vier Sätze, siegte gegen den Franzosen Benoit Paire 6:1,4:6,6:4,6:4. Am Montag spielt die Nummer acht des Turniers gegen den auf Position elf gesetzten Belgier David Goffin um sein zweites Major-Viertelfinale.

Unter den letzten 16 eines der vier größten Events auf der Tour steht Thiem zum insgesamt vierten Mal. Nachdem er das schon bei den US Open 2014 und 2016 geschafft hatte sowie bei den French Open 2016 gar bis ins Halbfinale vorgestoßen war, fehlt ihm in seiner diesbezüglichen Achtelfinal-Sammlung nun noch Wimbledon. In Melbourne müsste er gemäß seiner Setzung nun allerdings nun noch eine Runde überstehen.

Einige Fehlschläge

Vorerst muss sich der Niederösterreicher aber damit befassen, gegen Paire erneut sehr viele Fehlschläge gehabt zu haben. 41 waren es am Ende der 2:23 Stunden Spielzeit, dem standen allerdings 46 Winner gegenüber. "Sicher werde ich die Fehlerquote ein bisschen reduzieren müssen", sagte Thiem. Andernfalls werde er gegen Goffin wohl ausscheiden. An seinem Drittrundenmatch generell sah er aber auch Positives.

Denn der Lichtentwörther bewies gute Comeback-Qualitäten, gewann die Sätze drei und vier nach Breakrückständen. "Ich habe immer gut zurückgefightet, bin drangeblieben." Spät im vierten Durchgang hatte sich Thiem sogar mental schon mit einem fünften Satz beschäftigt, für den er aufgrund seiner Fitness Vorteile gesehen hätte. "Da bin ich dann aber ein bisschen lockerer geworden und habe ihn gebreakt."

Punkto Service verzeichnete der ÖTV-Star zehn Asse, von drei ersten Aufschlägen brachte er zwei ins Feld. Thiems Spiel am Netz war ebenso in Ordnung wie mit acht von elf verwerteten die Effizienz bei Breakbällen. Selbstvertrauen habe ihm seine gute Zweitrundenleistung in den ersten beiden Sätzen gegen den Australier Jordan Thompson gegeben. "Das war eine richtig gute Leistung", erinnerte sich Österreichs Nummer eins.

"Paire hat klassisch den Start verschlafen"

Gegen das unorthodoxe Spiel des von einigen Landsleuten lautstark angefeuerten Paires sei es schwierig gewesen. "Den ersten Satz muss man rausnehmen, da hat er klassisch den Start verschlafen. Dann hat er aber echt gut gespielt, besser serviert und er hat natürlich einige Dinge, mit denen er mir wehtun kann. Diese vielen Stoppbälle, er variiert gut, spielt gut am Netz. Ich bin glücklich, dass ich das Match gewonnen habe."

Thiem hatte im ersten Satz auch aufgrund eines schwachen Aufschlags seines Gegners kaum Probleme. Im zweiten Durchgang breakte Paire zum 6:4 zum Satzausgleich. In Satz drei legte der Franzose auf 2:0 vor, Thiem konterte aber doppelt zur Satzführung. Im vierten Durchgang drehte der Schützling von Trainer Günter Bresnik trotz dreier Breaks gegen sich erneut das Geschehen zu seinen Gunsten.

Goffin, eine harte Nuss

Bei 3:2 im vierten Durchgang und danach bei jedem Seitenwechsel ließ sich Thiem an der rechten Schulter behandeln. Nach dem Match gab er allerdings Entwarnung: "Fitnesstechnisch war ich schon frisch. Ich habe das ein bisschen gespürt. Ich habe auch relativ viel zwischen den Partien trainiert, die Bälle sind ein bisschen schwer. Da ist klar, dass irgendwann Schmerzen kommen. Aber das ist überhaupt kein Problem."

Gegen den Kroaten Ivo Karlovic (20) mit 6:3,6:2,6:4 siegreich gebliebenen Goffin braucht Thiem auch seine ganze Fitness. Im Head-to-Head mit dem 26-Jährigen liegt er zurück, bei den Australian Open 2016 unterlag er gegen ihn in Runde drei in vier Sätzen. "Das wird sicher ein super Match. Wir haben keine Geheimnisse voreinander, haben wichtige Matches gegeneinander gespielt. Das wird wieder so eines." (APA, 21.01.2017)

  • Dominic Thiem, begehrter Autogramm-Schreiber.
    foto: apa/ap/cheung

    Dominic Thiem, begehrter Autogramm-Schreiber.

  • Der Österreicher musste an der Schulter behandelt werden.
    foto: reuters/kato

    Der Österreicher musste an der Schulter behandelt werden.

  • Next: David Goffin,  die Nummer 11.
    foto: reuters/su

    Next: David Goffin, die Nummer 11.

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