Vizechef der deutschen Sozialdemokraten gegen Vermögenssteuer

21. Jänner 2017, 10:04
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Er empfiehlt seiner Partei stattdessen, eine bessere Erbschaftssteuer zu fordern

Berlin – Der deutsche SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel rät seiner Partei ab, mit der Forderung nach einer Vermögensteuer in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. "Stattdessen wollen wir eine bessere Erbschaftsteuer", sagte der Politiker dem am Samstag veröffentlichten "Spiegel". Eine Vermögensteuer wäre zwar verfassungsrechtlich machbar und bürokratisch überschaubar. "Aber Firmen in wirtschaftlicher Schieflage können durch die Vermögensteuer existenziell belastet werden." Stattdessen sollten große Erbschaften besteuert werden. Dabei wolle die SPD Freibeträge festlegen, so dass "Omas Häuschen" nicht betroffen sei.

Schäfer-Gümbel kündigte außerdem an, dass die SPD Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen um zehn Milliarden Euro jährlich entlasten wolle. Profitieren würden demnach Alleinverdiener mit einem Einkommen bis zu 53.000 Euro im Jahr oder Ehepaare mit dem doppelten Betrag. Dagegen würden Großverdiener stärker belastet: So sollte ab einem Einkommen von 248.000 Euro eine Reichensteuer von 48 Prozent greifen, sagte der Politiker. (Reuters, 21.1.2017)

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