Der Ungeeignete

Einserkastl20. Jänner 2017, 17:43
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Die einzige Hoffnung ist, dass die demokratischen Institutionen der USA stabiler sind als Donald Trump

Noch nie ist ein amerikanischer Präsident bei seinem Amtsantritt so empfangen worden:

"Das ist ein bemerkenswerter Tag in der Geschichte unseres Landes. Wir haben in den Jahrhunderten niemals einen Mann wie Präsident Donald Trump als Präsidenten der Vereinigten Staaten inauguriert. (...) Wir haben niemals eine wichtige nationale Führungspersönlichkeit gehabt, die so professionell unvorbereitet, intellektuell schlecht informiert, moralisch kompromittiert und verhaltensmäßig ungeeignet war wie dieser Mann, der am Freitag den Amtseid leistet" (David Brooks, konservativer Kolumnist bei der New York Times).

"Mr. Trump hat sich nicht gewandelt, er ist nicht gereift, welchen Begriff auch immer man vorzieht. Er ist nach wie vor der verunsicherte Egomane mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne, der er immer war. Schlimmer, er umgibt sich mit Leuten, die viele seiner Defekte teilen – vielleicht weil sie die Sorte Leute sind, mit denen er sich wohlfühlt" (Paul Krugman, Nobelpreisträger und liberaler Kolumnist der NYT). Politiker müssen vorsichtig sein. Unser Außenminister Sebastian Kurz meint, man müsse Trump "nach seinen Taten beurteilen".

Gott steh uns bei. Nach dieser Antrittsrede von Trump kann auch ein Kurz sich keinen Illusionen mehr hingeben. Trump wird nicht "im Amt wachsen". Die einzige Hoffnung ist, dass die demokratischen Institutionen der USA stabiler sind als Donald Trump. (Hans Rauscher, 20.1.2017)

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