Deutschland siedelt neue Cyber-Sicherheitsbehörde in München an

20. Jänner 2017, 14:57
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Behörde ZITIS soll Löcher bei Entschlüsselungen füllen

Deutschland siedelt seine neue Sicherheitsbehörde ZITIS zur Entschlüsselung der Online-Kommunikation von Cyberkriminellen und Terroristen in der bayerischen Landeshauptstadt München an. Das hat Innenminister Thomas de Maiziere entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag erfuhr.

Die "Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich" soll nicht selbst Polizei- oder Geheimdienstaufgaben übernehmen, sondern forschen, entwickeln und die technische Expertise für die Sicherheitsbehörden übernehmen.

Mission Entschlüsselung

Zur technischen Expertise, an der es den deutschen Bundesbehörden fehlt, gehört das Entziffern verschlüsselter Botschaften. So sind Messenger wie Whatsapp inzwischen standardmäßig verschlüsselt, was den Sicherheitsbehörden die Überwachung der Kommunikation erschwert.

Diese Pläne zur Einrichtung der neuen Zentralstelle waren bereits im vergangenen Sommer bekannt geworden, noch nicht bekannt war bisher der Standort.

400 Stellen bis 2022

Mit dem schrittweisen Aufbau der neuen Behörde soll im Laufe des Jahres begonnen werden, für das Jahr 2022 sind 400 Stellen eingeplant. "ZITIS ist in Bayern gut aufgehoben, weil wir bereits erhebliche Kompetenzen auf dem Bereich der Informationstechnik und IT-Sicherheit aufweisen", sagte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. (APA, 20.01.2017)

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