Rotes Kreuz im Spiel: "Prison Architect" verstieß gegen Genfer Konvention

23. Jänner 2017, 09:57
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Symbol mit fünf Pixeln sorgt für Gesetzesbruch

Die Entwickler des Gefängnismanagementspiels "Prison Architect" sehen sich mit dem Britischen Roten Kreuz konfrontiert. Der Grund: Mark Morris und Chris Delay verwendeten ein rotes Kreuz auf weißem Hintergrund in ihrem Game, das allerdings nicht in Spielen verwendet werden dürfte, schreibt die Seite PC Gamers. Wenn es nach dem internationalen Komitee des Roten Kreuzes geht, würde die Bedeutung des Zeichens damit nämlich gemindert werden.

ivsoftware
Die "Prison Architect"-Entwickler über ihren Verstoß.

Symbol für Heilung

Ein rotes Kreuz auf weißem Hintergrund wurde bisher schon in zahlreichen Videospielen wie "Doom" aus dem Jahr 1993 als Zeichen eines Heilmittels verwendet. Allerdings handelt es sich dabei um eine Straftat, denn die Rechte an dem Symbol liegen bei dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz. Das fand auch das Entwicklerteam von Introversion Software heraus, das nach der Nutzung des Zeichens vom Britischen Roten Kreuz kontaktiert wurde.

So könnte den beiden Entwicklern vorgeworfen werden, sie hätten gegen die Genfer Konvention verstoßen. Dadurch würden sie zu Kriegsverbrechern werden, heißt es in einem Artikel von 4Players. Um eine rechtliche Auseinandersetzung zu vermeiden, änderten Morris und Delay das rote Kreuz in ein grünes Kreuz.

Abwandlungen des Symbols

Aus einem Artikel von Kotaku kommt hervor, dass das Rote-Kreuz-Symbol im Nachhinein in weiteren Videospielen, wie "Halo", verändert oder ausgetauscht wurde. Allerdings sind immer noch einige Spiele im Umlauf, wo keine Änderung vorgenommen wurde. (rhe, 23.1.2017)

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Links

Prison Architect (Amazon)

PC Gamers

4Players

Kotaku

Nachlese
"Prison Architect": Geheimer 3D-Modus steckt Spieler ins Gefängnis

"Prison Architect" im Test: Wir bauen einen Todestrakt

  • Artikelbild
    foto: introversion software
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