Porsche Panamera, VW Tiguan, Alfa Giulia: Andi reist sportlich

26. Jänner 2017, 08:54
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Das STANDARD-Automobil-Team kürt wieder vier ganz persönliche Autos des Jahres. Auch diesmal kein Auswahlkriterium: politische Korrektheit. Man muss die Autos allerdings selbst gefahren sein.

Verd... – waren die Jungs mit ihrer Auswahl wieder einmal schneller. Da entfielen gleich einmal zwei Kandidaten aus der Vorauswahl, galt es doch auch, Redundanzen zu vermeiden. Zweimal die neue E-Klasse auf einem Podestplatz oder die Hybrid/Plug-in-Hybrid/Elektro-Familie Hyundai Ioniq / Kia Niro, wie sähe das aus.

Mein persönlicher Favorit ist ganz eindeutig der Panamera, daran hätte sich sowieso nix geändert. Glücklicherweise ist in dem noch keiner der geschätzten Kollegas gesessen, ich hätte diesen Porsche aber auch gegen etwaige Übergriffe verteidigt.

foto: porsche
Platz 1 geht an den Porsche Panamera.

Es ist nämlich so, dass das ein geradezu sensationeller Beitrag in der Kategorie exklusiver Luxuslimos ist. Ein Technologieträger wie die Flaggschiffe von Mercedes (S-Klasse), BMW (7er), Audi (A8) und auch luxuriös wie diese – aber eben nicht "Schiff" (was er dank ausgefuchster Dreikammerluftfederung auch draufhat), sondern Rennboot.

Wer hätte gedacht, dass ein Auto dieses Formats so sportlich sein kann, welche Querbeschleunigung ein 5,05-Meter-Riegel bewältigt. Und das kann jetzt natürlich nicht jedefrau oder jedermann, aber prinzipiell wäre die Nürburgring-Nordschleife in 7,38 min zu bezwingen: mit dem 550 PS starken Turbo; mit dem Plug-in-Hybrid eher nicht.

Der Neue ist da, der Buckel ist weg, das wäre über die diesmal ästhetisch astreine Außenerscheinung zu sagen – über die innere nichts außer einem Kritikpunkt: Im Panamera zieht jetzt ein Touchscreen-Infotainment ein. Wer macht denn so was!

foto: volkswagen
Der Tiguan von Volkswagen setzt sich auf Platz 2.

Galt der erste Stockerlplatz neben dem Panamera Porsche insgesamt, zielt der zweite ausschließlich aufs Auto, auf die zweite Tiguan-Generation. Man kann von SUVs halten, was man will, das Phänomen ist nun mal da, und der Tiguan ist ein großer Wurf. Auch er macht, wie der Panamera, beim Design einen Sprung, einen größeren sogar. Was bleibt, ist der extrem hohe Alltagsnutzen; es scheint, als hätten die Wolfsburger wieder einmal genau am Menschen Maß genommen. Damit könnte der Tiguan, wie schon der Golf in seiner Liga, nun bei den SUVs seiner Größe den Maßstab setzen.

foto: alfa romeo
Platz 3: Alfa Romeo Giulia

War noch was? Ja, ja, natürlich: Rang drei für die Giulia. Schon deshalb, weil Alfa ENDLICH wieder da ist. Mit einer sauber gezeichneten Limousine. Aber es wäre italophilen Menschen sowieso jedes Lebenszeichen recht. So freuen wir uns über Hinterradantrieb, ein 510-PS-Sportlerherz im Quadrifoglio und über einen markanten Startimpuls zur Wiedergeburt. (Andreas Stockinger, 26.1.2017)

Nachlese:

Porsche Panamera: Endlich auch noch schön

Tiguan: Manchmal muss man kein Prophet sein

Alfa Romeo Giulia: Julia sucht Romeos

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