Ferienflieger von Niki und Tuifly startet mit Verspätung

19. Jänner 2017, 17:14
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Rätselraten über Startzeitpunkt

Berlin/Wien – Wann der neue Ferienflieger aus der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki und der Tui-Flugsparte Tuifly abhebt, ist unklar. Eigentlich sollte es schon mit dem Sommerflugplan losgehen. Der Start der neuen Fluggesellschaft könnte sich aber bis zum Winter verzögern.

Ende des vergangenen Jahres haben die beteiligten Unternehmen die europäischen Kartellbehörden von ihrem Vorhaben informiert, die neue Fluggesellschaft zu gründen. Eine offizielle Prüfung durch die EU erfolgt laut Tui aber erst, wenn ein Vertrag geschlossen wurde. Dieser Schritt steht noch aus; bisher gebe es lediglich eine Absichtserklärung zur Gründung der neuen Airline, sagt ein Tui-Sprecher: "Die Details werden weiter ausgehandelt."

Aktuell agieren Tuifly und Niki noch als unabhängige Unternehmen. Solange es kein Joint Venture gebe, würden die betroffenen Gesellschaften auch weiter unabhängig voneinander arbeiten. Meldungen, wonach eine von Ryanair angekündigte Kartellklage hinter den möglichen Verzögerungen stecken könnte, werden von der Tui AG nicht bestätigt. "Dazu ist uns nichts bekannt", heißt es im Unternehmen.

Die Gründung des neuen Ferienfliegers ist Teil eines Rettungspakets für die marode Air Berlin, zu der Niki gehört. Gemeinsam sollen Tuifly und Niki mit insgesamt rund 60 Flugzeugen ein Netz von Abflughäfen in Österreich, Deutschland und der Schweiz bedienen. Entgegen anderen Spekulationen soll die neue Linie Niki heißen. Wien ist bereits seit Längerem als Unternehmenssitz geplant. (bpa, 19.1.2017)

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