Jaguar F SVR, BMW 7er, Bentley Continental: Michi mag es elitär

    26. Jänner 2017, 08:53
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    Das STANDARD-Automobil-Team kürt wieder vier ganz persönliche Autos des Jahres. Auch diesmal kein Auswahlkriterium: politische Korrektheit. Man muss die Autos allerdings selbst gefahren sein.

    Klar, der Kia Niro ist ein gutes Auto, aber hier geht es um das Außergewöhnliche, um das Aufregende, den gehobenen Unfug, der uns manchmal so erfreuen kann, um einen Kurzurlaub von der Vernunft und auch um das Unleistbare, für uns jedenfalls, aber Sie werden schon sehen. An die erste Stelle setze ich dieses Jahr den Jaguar F-Type SVR, und ich habe darüber nicht lange nachdenken müssen.

    foto: jaguar land rover
    Platz 1 für den F-Type SVR von Jaguar.

    Der hochgerüstete Jaguar steht für die reine Freude am Fahren. Tatsächlich bin ich diesen Wagen nur auf der Rennstrecke gefahren, kann also nichts über die Alltagstauglichkeit sagen, aber darum geht es hier gar nicht. Wer es sich leisten kann, wird den SVR als Dritt- oder Viertwagen in der ausladenden Garage parken – und ja, ich kenne solche Leute, auch persönlich.

    Zu haben ist der Jaguar als Coupé oder Cabrio, das ist Geschmackssache, ich persönlich würde das Coupé präferieren, das ist kompromissloser sportlich. Apropos haben, wir reden hier von einem Anschaffungspreis von knapp 180.000 Euro. Dafür gibt es einen Achtzylinder mit Kompressoraufladung, fünf Liter Hubraum, 575 PS und Allradantrieb. Und der F-Type SVR schaut nicht nur verdammt schnell aus, er ist es auch.

    foto: bmw
    Platz 2: BMW 7er. Lange und mit zwei Antrieben.

    An die zweite Stelle reihe ich den BMW 7er Plugin-Hybrid in der Langversion, der ist weniger sportlich, aber so etwas von komfortabel im Gebrauch, dass man gar nicht mehr aussteigen möchte. Ein Hauch von Vernunft umweht dieses Fahrzeug auch, der Plug-in-Hybridantrieb sorgt für vernünftige Verbrauchswerte, und am liebsten war ich im großen BMW mit reinem Elektroantrieb unterwegs.

    Das Gleiten in aller Stille gehört zur Glanznummer des 7er. Gibt es ab 105.000 Euro, mit der vollen Wucht der Ausstattung kommt man gut und gerne auf 150.000 Euro.

    Und jetzt zu etwas ganz Jenseitigem: Platz drei für den Bentley Continental GT Speed Convertible. Zwölfzylinder, Doppelturboaufladung, sechs Liter Hubraum, 635 PS. Ich sag’s gleich dazu: ab 312.180 Euro. Es ist das schärfste Modell, das Bentley derzeit anzubieten hat, und das offen.

    foto: guido gluschitsch
    Zwölf Zylinder auf Platz 3: Bentley Continental.

    Dazu feinste Hölzer, edelstes Leder, handgestreicheltes Metall. Wenn die Maschinerie angeworfen wird, umspielen uns Orgelpfeifen in allen Tonlagen. Wirklich überraschend ist, wie leichtfüßig sich der Zweieinhalbtonner bewegen lässt. Und wie schnell. Als Höchstgeschwindigkeit werden 327 km/h angegeben. Da ziehe ich respektvoll die Mütze etwas tiefer ins Gesicht. (Michael Völker, 26.1.2017)

    Nachlese:

    Jaguar F-Type SVR: Ziemlich schnellste Freunde

    BMW 740e und i3: Der feine und der kleine Funkenkitzler

    Bentley Continental: Orgelpfeifen und Holz in der Hütte

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