Six Payment Services Austria bringt mobile Kreditkarte für Banking-Apps

19. Jänner 2017, 15:36
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Für PayLife-Kunden – Android-Smartphone mit NFC-fähiger SIM-Karte und Bezahl-App Voraussetzung

Der Schweizer Zahlungsabwickler Six Payment Services (SPS), seit 2015 durch den Kauf von PayLife auch in Österreich prominent vertreten, forciert mobiles Bezahlen. Ab sofort ist österreichweit die mobile Kreditkarte "PayLife nulleinhundert" erhältlich, die erste mobile Kreditkarte für Inhaber einer privaten PayLife-Kreditkarte, wie der Spezialist für bargeldloses Bezahlen am Donnerstag mitteilte.

"Die mobile Kreditkarte ist der nächste große Schritt beim bargeldlosen Bezahlen", sagte Thomas Csipko, Geschäftsführer und Leiter der Financial Institution Services für Österreich und CEE, erst kürzlich.

Virtuelle Kreditkarte

Die virtuelle Kreditkarte muss als App auf einem Smartphone installiert werden. Mit ihr kann wie mit einer Plastik-Kreditkarte weltweit an Kontaktlosgeräten sowie im Internet bezahlt werden. Die Kreditkartendaten werden auf einem gesicherten Bereich der SIM-Karte gespeichert. Zusammen mit einer Bezahl-App wird die mobile Kreditkarte auf dem Smartphone abgebildet und kann so verwendet werden. Die Funktionen und Versicherungsleistungen der ursprünglichen Karte bleiben erhalten, wird betont.

Im ersten Jahr ist die mobile Kreditkarte kostenlos, danach belaufen sich die Kosten auf 0,90 Euro im Monat. Die bestehende Kreditkarte dient als Basiskarte, die sich mit der mobilen Kreditkarte den Verfügungsrahmen teilt.

Android und Vertrag mit Mobilfunker

Voraussetzung zur Nutzung ist ein NFC-fähiges Android-Smartphone, ein Vertrag mit einem mobilen Handybetreiber (A1, T-Mobile, Drei oder Telering), eine eingelegte NFC-SIM-Karte und ein installierte Bezahl-App.

"Der nächste Schritt wird darin bestehen, die Kreditkarte nicht mehr auf der SIM-Karte, sondern in der Cloud abzubilden", so Csipko. Seine Vision: In Zukunft soll die Kreditkarte nicht mehr wie in den letzten 30 Jahren aus Plastik bestehen. Mit der mobilen Kreditkarte könnten auch Salden und Umsätze direkt am Handy abgerufen werden. In einem weiteren Schritt könnte eine Kontrolle über das Bezahlverhalten integriert werden. Vorstellbar sei etwa eine geografische Kontrolle, also in welchen Ländern bezahlt werden kann und in welchen die Karte gesperrt ist. Bis 2020 werde sich das Bezahlverhalten und die Bezahllandschaften in Österreich deutlich verändern, erwartet Csipko.

1,7 Millionen PayLife-Karten im Umlauf

Per Jahresende 2016 waren rund 1,7 Millionen PayLife-Karten im Umlauf, davon 1 Million mit Prepaid-Funktion. Mit den PayLife-Karten wurden rund 60 Millionen Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 3,52 Mrd. Euro abgewickelt.

Insgesamt wurden im Vorjahr über die Systeme von SPS Austria 443,1 Millionen Transaktionen mit einem Umsatzvolumen von 21,29 Mrd. Euro abgewickelt. SPS ist in Österreich zentraler Abwickler der Bankomatzahlungen. (APA, 19.1. 2017)

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    foto: apa
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