2016 tödlichstes Jahr für Journalisten in Afghanistan

19. Jänner 2017, 13:27
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13 Medienvertreter getötet

Kabul – 2016 war Menschenrechtlern zufolge das blutigste Jahr für Medien in Afghanistan. Im vergangenen Jahr wurden 13 Journalisten getötet, wie die Medienrechtsorganisation Afghanisches Sicherheitskomitee für Journalisten (AJSC) am Donnerstag mitteilte.

Sechs Journalisten seien verwundet worden, zudem dokumentierte die Organisation in ihrem Bericht "30 Fälle von Schlägen, 35 Fälle von Einschüchterung und 17 Fälle von Missbrauch und Misshandlung".

Damit stieg die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Medienvertreter insgesamt um 38 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Hälfte der Fälle geht laut AJSC-Angaben auf das Konto der afghanischen Regierung, für rund jeden fünften Übergriff seien die Taliban verantwortlich.

Zunehmende Drohungen und Attacken durch die radikal-islamische Gruppe hätten nicht nur "die Bedrohungslage verändert, sondern auch die Journalisten in unsicheren Gegenden des Landes zu umfassender Selbstzensur gezwungen", heißt es im Bericht. (APA, 19.1.2017)

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