Viren, Spam und Computerausfälle betreffen IT-Sicherheit bei KMU

19. Jänner 2017, 11:37
4 Postings

Fehlendes Wissen und Angst vor Kosten wichtigste Gründe, warum Situation nicht verbessert wird

Fast jedes zweite (44 Prozent) kleine oder mittelgroße Unternehmen (KMU) in Österreich hatte in den vergangenen zwei Jahren ein Problem mit der Computersicherheit. Virenangriffe (56 Prozent) und Spam (51 Prozent) waren bei den betroffenen Firmen die häufigsten Vorfälle, gefolgt vom Ausfall der IT-Systeme (37 Prozent), ergab eine Umfrage von techbold unter 200 KMU im Juli 2016.

Datendiebstahl durch externe Personen kam bei weniger als drei Prozent der Befragten (6,7 Prozent der von IT-Problemen betroffenen) Firmen vor, Datendiebstahl durch interne Personen bei knapp zwei Prozent der Befragten. Vier Prozent der befragten Firmen wurden ausspioniert.

Security-Audits

Je größer die befragten Unternehmen, desto höher der Anteil von Firmen mit IT-Problemen. Dennoch macht nur knapp mehr als die Hälfte der Firmen (50,5 Prozent) Security-Audits, wobei der Verzicht darauf meist damit begründet wird, dass solche Audits nicht nötig seien oder die Erfahrung und Kompetenz dafür fehlten. Überhaupt sind laut Umfrage fehlendes Wissen und Angst vor den Kosten sind die wichtigsten Gründe, warum auf eine Verbesserung der IT-Sicherheit verzichtet wird. Ein Fünftel der Befragten machen jeweils fehlende Zeit oder fehlendes Personal geltend, Letzteres vor allem die Firmen mit weniger als 10 Mitarbeitern. Dafür fehlt bei einem Viertel der Unternehmen mit mehr als 30 Arbeitnehmern die Akzeptanz für stärkere Maßnahmen.

Die Wiener Städtische Versicherung wiederum verweist in einer Aussendung von heute Donnerstag darauf, dass in Österreich nur drei Prozent der Unternehmen gegen Cyberkriminalität versichert seien, in den USA hingegen 60 Prozent. (APA, 19.1. 2017)

Share if you care.