US-Sitcom "Will & Grace" kehrt mit zehn neuen Folgen zurück

19. Jänner 2017, 10:00
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Kultserie lief von 1998 bis 2006 und gilt als bahnbrechend, was Sichtbarkeit und Akzeptanz von Homosexuellen betrifft

New York – Mehr als zehn Jahre nach ihrem Ende kehrt die Sitcom "Will & Grace" zurück. NBC hat zehn neue Episoden bestellt, teilte der US-Sender am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Das Revival soll im Spätherbst 2017 oder Anfang 2018 Premiere feiern und vereint die Serienschöpfer Max Mutchnik und David Kohan mit ihren Hauptdarstellern Eric McCormack, Debra Messing, Sean Hayes und Megan Mullally.

"Will & Grace" lief in den USA höchsterfolgreich von 1998 bis 2006. In der Sitcom eröffnet der Rechtsanwalt Will (McCormack) seiner Partnerin Grace (Messing) erst bei der Verlobungsfeier, dass er homosexuell ist. Die Beiden bleiben beste Freunde und Mitbewohner und werden häufig von Wills flippigem Freund Jack (Hayes) und dessen tablettenabhängiger Vertrauten Karen (Mullally) besucht.

nbc

Die Comedy-Serie gilt als bahnbrechend, was die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Homosexuellen in der Gesellschaft betrifft. Im Jahr 2012 sagte gar US-Vizepräsident Joe Biden, dass die Sitcom "wahrscheinlich mehr dafür getan hat, die amerikanische Öffentlichkeit weiterzubilden, als irgendjemand sonst". Auch Robert Greenblatt, Präsident der NBC-Unterhaltungssparte, strich in einem Statement den Einsatz der Produktion für Schwulenrechte sowie deren Rolle als gesellschaftlicher und politischer Kommentatorin hervor – "alles verpackt in rasanter, geistreicher Popkultur".

Das Revival war demnach seit September im Gespräch, als die Stars der Serie eine zehnminütige Szene anlässlich der US-Präsidentschaftswahl drehten. TV-Veteran James Burrows, der 1998 sämtliche Folgen der ersten Staffel inszenierte, wird bei der Neuauflage Regie führen. (APA, 19.1.2017)

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