Was Marina Hoermanseder und Kollegen in Berlin reißen

Ansichtssache19. Jänner 2017, 16:17
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Berlin – Während Lena Hoschek am Dienstag in Berlin ein Pulverfass Rosa zündete, setzte Designerin Marina Hoermanseder diesmal auf dunkle Farben und Schwarz in allen Facetten. Ihrem Formenvokabular blieb sie dabei treu. Die aus Wien stammende, in Berlin lebende Hoermanseder, zeigte am Donnerstagnachmittag im ehemaligen Kaiserlichen Telegraphenamt in der Französischen Straße in Berlin-Mitte ihre Herbst/Winter 2017/18-Kollektion, die sich von den Bühnenroben der Opernwelt und dem viktorianischen Zeitalter inspirieren lassen hat.

Mit den neuen Entwürfen kehrt sie zu den Ursprüngen ihres Labels zurück: Orthopädie und Fetisch standen wieder mehr im Mittelpunkt, Lack und Leder in Schwarz und in Pink trafen auf Raffungen, Rüschen, Schleifen und pompöses Volumen. Daneben Leder-Blümchen, die für ihr Label typischen Schnallen und Riemen und Swarovski-Kristalle.

foto: apa/afp/tobias schwarz
Pinke Korsagenkleider bei Marina Hoermanseder

Ins Auge fielen die strengen Flechtfrisuren der Models, die hochhackigen Overknees, designt von Hoermanseder und hergestellt vom Luxusschuhhaus Christian Louboutin.

Hoermanseder hat diesmal außerdem mit dem Vorarlberger Wäsche-Traditionshaus Wolford zusammengearbeitet. Die entstandenen Strumpfhosen – etwa mit "Marina-Gürtelschnalle" am Oberschenkel und ihrem Namenszug in der aufgemalten Strumpfnaht, oder auch im "Bondage"-Look – sowie ein Body und ein Kleid werden im Handel erhältlich sein.

Die Österreicherin hatte im Jänner 2014 ihr Berlin-Debüt gefeiert. Und seither mit Show-Stücken für die roten Teppiche (für unter anderem Lady Gaga und Rihanna) Bekanntheit erlangt. Im vergangenen Jahr hatte die geschäftstüchtige Designerin ihre erste Make-up-Kollektion entwickelt und eine Kooperation mit der japanischen Kultmarke Hello Kitty abgeschlossen. Demnächst sollen die von ihr entworfenen neuen Uniformen für die Österreichische Post vorgestellt werden. (apa, red, 19.1.2017)

foto: apa/dpa/jens kalaene

Oben starrer Lack, unten Overknee-Stiefel von Louboutin, designt von Hoermanseder

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Die Designerin blieb auch diesmal ihrem Formenvokabular treu ...

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... die Farbpalette wurde erweitert. Um schwarze Bondage-Kleider ...

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... und die Farbe Aubergine.

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Wolford-Strümpfe plus rote Sohle

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Marina Hoermanseder trägt gerne ihre eigenen Entwürfe – hier nach ihrer Show

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In der ersten Reihe saßen, von links nach rechts: Die Models Johanna Klum, Cathy Hummels, Franziska Knuppe und Eva Padberg.

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Und die anderen? Marschierten von Kitzbühel nach Berlin: Zum dritten Mal zeigte Sportalm während der Modewoche eine Show in Berlin und führte vor: Fellkrägen und Bauchblitzer können Hand in Hand gehen.

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foto: apa/dpa/monika skolimowska

Eine Jacke ist noch nicht genug: das österreichische Unternehmen zeigte in Berlin vier Unterkollektionen.

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foto: getty images

Rote Lippen, Dauerwellen, Metallic-Elemente, Madonna hätte vor einigen Jahrzehnten ihre Freude dran gehabt: Rebekka Ruétz zeigte unter dem Titel "Whatever" eine 36teilige Herbstkollektion, die die 1980er Jahre zitierte. In Berlin veranstaltete sie ihre zwölfte Schau.

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foto: femme maison

Zum ersten Mal zeigte das in Wien ansässige Label Femme Maison seine Mode in Berlin.

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Im Rahmen des Vogue-Salons präsentierten Franziska Fürpass und Sia Kermani Einzelhändlern und Presse fünf Looks aus der Sommerkollektion 2017. Weitere österreichische Teilnehmer: Petar Petrov und die in Berlin lebende Marina Hoermanseder.

(red, 19.01.2017)

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