Weiße Männer verdienen mehr: US-Justizministerium verklagt Oracle

19. Jänner 2017, 08:13
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Softwarekonzern soll bestimmte Mitarbeiter benachteiligt haben

Das US-Justizministerium hat den Softwarekonzern Oracle wegen diskriminierender Praktiken gegen weibliche und afroamerikanische Angestellte verklagt. Die Klage stütze sich auf eine 2014 eingeleitete Untersuchung und könnte dazu führen, dass Oracle Aufträge der US-Regierung in Millionenhöhe verliert, erklärte das Justizministerium am Mittwoch in Washington.

Der im Silicon Valley ansässige Oracle-Konzern kritisierte die Klage scharf. Diese sei "politisch motiviert", sie beruhe auf "falschen Behauptungen" und sei "gegenstandslos", hieß es in einer Erklärung. Der Konzern beteuerte, alle Gesetze gegen Diskriminierung einzuhalten.

Weiße Mitarbeiter verdienen mehr

Die Klage stützt sich auf ein Gesetz, wonach Unternehmen, mit denen die US-Regierung Geschäfte macht, alle Antidiskriminierungsbestimmungen einhalten muss. Das Ministerium argumentiert in seiner Klage, weiße Beschäftigte verdienten bei Oracle mehr als nicht weiße Mitarbeiter in vergleichbaren Positionen.

Zudem sei das Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter so ausgestaltet, dass asiatische Bewerber, vor allem aus Indien, bevorzugt würden, heißt es in der Klage. Dies diskriminiere etwa afroamerikanische Bewerber. Das Ministerium warf dem Unternehmen vor, die Untersuchung behindert zu haben. Oracle habe immer wieder Anfragen zu Mitarbeitern zurückgewiesen.

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Oracle

  • Oracle sieht sich mit einer Klage gegen Antidiskriminierungsbestimmungen konfrontiert
    foto: ap/sakuma

    Oracle sieht sich mit einer Klage gegen Antidiskriminierungsbestimmungen konfrontiert

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