EU verhängte 2016 Kartellstrafen in Rekordhöhe

18. Jänner 2017, 17:48
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Teilnehmer an Lkw-Kartell mussten fast drei Milliarden Euro zahlen

Brüssel – Die EU-Wettbewerbshüter haben 2016 so hohe Kartellstrafen verhängt wie nie zuvor. Insgesamt erhielten Firmen Geldstrafen von 3,73 Milliarden Euro, geht aus Daten der EU-Kommission hervor. Im Jahr davor waren es rund 365 Millionen.

Die jetzige EU-Kommission trat ihr Amt erst Ende 2014 an. 2014 und 2013 beliefen sich die Strafen auf jeweils rund 1,7 Milliarden. Der weitaus größte Teil entfiel 2016 auf die Teilnehmer eines Lkw-Kartells, die die Rekordsumme von fast drei Milliarden Euro zahlen mussten. Allein Daimler wurde dabei zu einer Strafe von gut einer Milliarde verdonnert.

Einer Studie der Anwaltskanzlei Allen & Overy zufolge haben Aufsichtsbehörden 2016 weltweit sechs Milliarden Euro Geldbußen wegen unerlaubter Absprachen von Unternehmen verhängt. Hauptgrund sei die "aggressive Kartellverfolgung der EU" gewesen. (APA, Reuters, 18.1.2017)

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