Kaffeesudpilze, Schweinefleisch als Greenstart-Gewinner

18. Jänner 2017, 16:29
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Gewinner des Start-up-Wettbewerbs erhalten jeweils 15.000 Euro, um ihre Idee voranzutreiben

Wien – Die Züchtung von Speisepilzen auf Kaffeesatz, Bioschweinefleisch im Direktvertrieb und autarkes Wohnen der Zukunft. Das sind jene Ideen, mit denen sich Jungunternehmer beim Start-up-Wettbewerb Greenstart durchgesetzt haben. Nun erhalten die drei Unternehmen ein Kapital von jeweils 15.000 Euro, um ihre Ideen weiter voranzutreiben.

Die Mannschaft hinter Hut & Stiel etwa, die den Kaffeesud als Abfallprodukt mit großem Potenzial für sich entdeckt hat, sucht derzeit einen weiteren Standort in oder um Wien. Denn mit der Pilzzucht im Keller stoße man bereits an die Kapazitätsgrenze. Die frisch geernteten Pilze werden mit dem Rad ausgeliefert, auf Märkten verkauft oder auch zu Pesto, Sugo und Aufstrichen verarbeitet.

Das Start-up Nahgenuss bietet Bioschweinebauern die Möglichkeit, ihre Tiere zu verkaufen – und zwar von der Nase bis zum Schwanz. Das Schwein wird geschlachtet, wenn sich genug Käufer dafür gefunden haben. Damit soll die Fleischproduktion umweltfreundlicher werden und das Bewusstsein geschärft werden, dass Fleisch ein wertvolles Gut ist.

Wohnen neu denken

Das Unternehmen Wohnwagon will hingegen das Thema Wohnen neu denken und hat dafür den Wohnwagen neu designt. Ob als Zweitwohnsitz im Grünen oder als fahrbares Lokal, mobiler Seminarraum oder Marktwagen – das Styling der Wohnwagons überzeugt mit Ideenreichtum. Diese Wagons können laut dem Unternehmen auch sofort auf die grüne Wiese gestellt werden, weil sie sich dank Wasseraufbereitung, Strom- und Wärmeproduktion selbst versorgen – ohne externe Anschlüsse. Ein wasserautarkes Haus in der Schweiz hat Wohnwagon als nächstes Ziel im Auge.

Der Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Unternehmen ABB als Sponsor fand zum zweiten Mal statt. Gefördert werden CO2-sparende Businessideen. Zehn klimaschonende Start-ups wurden im Rahmen des Wettbewerbs ein halbes Jahr von Experten begleitet, bevor eine Fachjury und die Öffentlichkeit die Siegerprojekte wählten. Eine dritte Runde bei Greenstart ist in Planung. Projekte können bis 31. Jänner eingereicht werden. (bpf, 18.1.2017)

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