Apportierhunde müssen in ihre Aufgabe erst hineinwachsen

28. Jänner 2017, 17:00
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Jungen Hunden sollte man nicht zu viel zumuten, mahnen Veterinärmediziner

Wien – Jungen Hunden sollte man beim Apportieren noch nicht zu viel zumuten, wie Bewegungsanalysen zeigen, die an der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt wurden. Es könnten bestehende Gelenks- oder Sehnenschäden der Vorderbeine verstärkt werden, berichten die Forscher im Fachjournal "BMC Veterinary Research".

Hunderassen wie Retriever (deren Name nichts anderes als "Apportierer" bedeutet) wurden primär für die Arbeit oder Jagd gezüchtet. Als Apportierhunde können sie etwa Vögel und Niederwild herbeibringen. Ein ausgewachsenes Tier kann durchaus einige Kilo im Maul tragen. Diese Fähigkeit wird mittlerweile auch bei Wettbewerben genutzt, bei denen Dummies zum Einsatz kommen. Auch für die Jagd wird mit diesen künstlichen Gewichten trainiert, und zwar vom Welpenalter an.

foto: ap/sascha schuermann/dapd

Bewegungsanalysen von Barbara Bockstahler von der Klinischen Abteilung für Kleintierchirurgie der Vetmeduni zeigten aber, dass sich die zusätzliche Gewichtsbelastung nicht auf den gesamten Bewegungsapparat verteilt. Vielmehr wirken vor allem auf die Vorderbeine große Kräfte ein.

Beim Training von Hunden, die noch im Wachstum sind, müsse man deshalb wegen Folgeschäden aufpassen. Die Veterinärmediziner raten daher dazu, mit Hunden, speziell Jungtieren, die zu Jagd oder Wettbewerbszwecken trainiert werden, regelmäßig Spezialisten aufzusuchen, die Gelenke, Sehnen und Muskeln überprüfen. (APA, red, 28. 1. 2017)

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