Semperit zieht sich aus Handschuhproduktion in Thailand zurück

18. Jänner 2017, 16:24
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Joint Venture wird beendet

Wien – Was vor gut einem Vierteljahrhundert begonnen und zuletzt vermehrt die Gerichte beschäftigt hat, wird nun zu Grabe getragen: das gemeinsame Joint Venture der heimischen Semperit mit dem thailändischen Partner Sri Trang.

Am Mittwoch haben beide Parteien einen Vertrag zur Beendigung des Gemeinschaftsunternehmens Siam Sempermed unterschrieben. Die gemeinsam betriebene Handschuhproduktion in Thailand übernimmt Sri Trang zur Gänze. Semperit erhält eine Ausgleichszahlung von 157 Millionen Euro vor Steuern. Damit werden die noch anhängigen Schiedsgerichtsverfahren und Rechtsstreitigkeiten einvernehmlich beigelegt. "Das ist ein fairer Deal," sagte Semperit-Chef Thomas Fahnemann dem STANDARD. Die Dividendenpolitik werde wegen der Sondereffekte überprüft.

Ein Insider führt die Probleme in Thailand u.a. auf Versäumnisse des früheren Semperit-Managements zurück; dieses habe sich zu wenig gekümmert und alles den Thailändern überlassen. "Wäre Semperit dort mit dem Rücken zur Wand gestanden, wäre das noch eine gute Position gewesen", meint der Insider. (stro, gra, 18.1.2017)

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